Danger Dan und Igor Levit reagieren auf ZDF-Absage mit Konzert
Nach der ZDF-Absage spielten Danger Dan und Igor Levit ein Ersatzkonzert in Berlin. Dabei setzten sie ein Zeichen gegen Rechtsextremismus.

Nach der Absage ihres ZDF-Auftritts haben Danger Dan (39) und Igor Levit (43) ein Ersatzkonzert im Berliner Columbia Theater gespielt. Der Abend kombinierte Musik mit Wortbeiträgen über Rechtsextremismus, rechte Gewalt und demokratische Auseinandersetzungen.
Ursprünglich war ein Auftritt von Danger Dan und Igor Levit in der ZDF-Sendung «Die Anstalt» geplant. Dort wollten die Musiker gemeinsam das neue Lied «Keine Angst» präsentieren.
Der Sender strich den Auftritt kurz vor der Aufzeichnung wegen möglicher Gewaltaufrufe im Text. ZDF-Intendant Norbert Himmler erklärte dem «Deutschlandfunk» zufolge, die kurzfristige Absage sei ein Fehler gewesen.
Konzert als Reaktion auf die ZDF-Entscheidung
Im Columbia Theater präsentierten Danger Dan und Igor Levit schliesslich das umstrittene Lied sowie weitere musikalische Beiträge. Laut der «Rolling Stone» verlief der Abend ohne grössere Zwischenfälle und erinnerte eher an eine klassische Konzertveranstaltung.
Blixa Bargeld eröffnete den Abend mit einem Text von Bertolt Brecht über das Singen in schwierigen Zeiten. Anschliessend folgten Auftritte von Danger Dan und Igor Levit mit eigenen Stücken sowie klassischer Musik.
Danger Dan erklärte, die Debatte über seine Ausladung sei nicht die zentrale Frage, wie der «Deutschlandfunk» schreibt. Stattdessen müsse darüber gesprochen werden, wie mit zunehmender rechter Gewalt und extremistischen Strömungen umgegangen werde.
«Keine Angst» sorgt weiter für Diskussionen
Das Lied «Keine Angst» hatte nach der ZDF-Absage eine breite öffentliche Debatte ausgelöst. Der Song wurde innerhalb weniger Tage millionenfach auf Youtube angesehen und erhielt dadurch zusätzliche Aufmerksamkeit.
Während des Konzerts thematisierten verschiedene Beiträge rechte Gewalttaten und politische Radikalisierung. Die Journalistin Heike Kleffner und die Rechtsanwältin Kristin Pietrzyk sprachen der «Berliner Morgenpost» zufolge über rechte Gewalt sowie gesellschaftliche Herausforderungen.

Am Ende des Abends spielten Danger Dan und Igor Levit «Keine Angst» vor Publikum und übertrugen es auch online. Dabei stand weniger der Streit mit dem ZDF im Mittelpunkt, sondern die politische Auseinandersetzung rund um das Lied.
















