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Musiker Danger Dan wegen Songtext aus ZDF-Sendung ausgeladen

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Deutschland,

Das Team der deutschen Satiresendung «Die Anstalt» hat die kurzfristige Absage eines Auftritts des Musikers Danger Dan als mutlos kritisiert. «Wir, «Die Anstalt», distanzieren uns von dieser Entscheidung des ZDF«, schrieb das Team um die Moderatoren Claus von Wagner, Max Uthoff und Maike Kühl auf «Instagram».

Danger Dan
Das Team der deutschen Satiresendung «Die Anstalt» hat die kurzfristige Absage eines Auftritts des Musikers Danger Dan als mutlos kritisiert. - keystone

Danger Dan sollte mit Starpianist Igor Levit sein neues Lied «Keine Angst» bei der 100. Ausgabe von «Die Anstalt» präsentieren. Die Jubiläumssendung beschäftigt sich mit Radikalisierung und der Wehrhaftigkeit der Demokratie. Kurz vor der Aufzeichnung entschied das ZDF dann, den Auftritt zu streichen. Der Sender begründete das damit, dass der Liedtext als Aufruf zu Gewalt verstanden werden könne.

Auf welche Passagen des Textes sich der Vorwurf genau bezieht, war zunächst nicht klar. Der Song ruft im Kern zum Kampf gegen Nazis und Faschisten auf. Der Text liest sich wie eine Art Anleitung, wie man sich dafür zusammenschliessen kann, ohne ins Visier von Rechtsextremisten oder Sicherheitsbehörden zu geraten.

Am Ende schickt der Musiker «liebe Grüsse an Lina, Gucci, Maja und Nanuk». Damit dürften die mutmassliche Linksextremistin Lina E. und drei ihrer Mitstreiter gemeint sein, die 2023 vom Oberlandesgericht Dresden wegen mehrerer Angriffe auf Rechtsextreme zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden.

«Wir hätten es als öffentlich-rechtliche Pflicht gesehen, das Lied zu präsentieren und danach zu diskutieren», schrieben die Sendungsmacher auf Instagram weiter – gerade in Zeiten, in denen rechtsextreme Gewalt wieder stark zunehme.

Danger Dan meldete sich auch bei «Spiegel» online zu Wort. Er sagte, er rufe in dem Song niemanden auf, in den kriminellen Untergrund zu gehen. Es gehe darum, wie wirksame Antifaschismus-Strukturen aufgebaut werden können. «Dafür muss man nicht in den Untergrund, das geht auch aus der Mitte der Gesellschaft.»

Er verabscheue Gewalt, betonte Danger Dan bei «Spiegel» online. «Aber das Problem ist: Sie ist schon längst politische Realität.» In den vergangenen Jahren hätten sich viele neue Neonazi-Gruppen gebildet. «Der Staat versagt, und an der Zivilgesellschaft bleibt es hängen.» Es sei wichtig, sich solchen Leuten in den Weg zu stellen. Dass die Intendanz des ZDF ihr Veto eingelegt habe, mache ihm Angst und sei eine Bestätigung dafür, dass ein Lied wie «Keine Angst» genau im richtigen Moment komme.

Das ZDF erklärte, bei der Vorbereitung der Sendung habe man sich redaktionell intensiv damit beschäftigt, auch die Geschäftsleitung des Senders sei beteiligt gewesen. Man sei zu der Bewertung gekommen, dass der Widerspruch zu den ZDF-Programmrichtlinien im Anschluss an die mehr als siebenminütige Live-Performance auf der Bühne nicht mehr aufzulösen gewesen wäre.

Kommentare

User #4942 (nicht angemeldet)

Verbietet - wie in den USA - die Antifa endlich! Dieses Subjekt (Dan Danger) glorifiziert die Hammerbande und alles andere linksextremistische, was es noch gibt...

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