Collien Fernandes: Spanien übergibt Anzeige an deutsche Behörden

Aline Klötzli
Aline Klötzli

Spanien,

Collien Fernandes hat auf Mallorca Anzeige gegen ihren Ex Christian Ulmen erstattet. Das Gericht in Palma will den Fall nun aber nach Deutschland abgeben.

Collien Fernandes
Collien Fernandes und ihr Ex-Mann Christian Ulmen im Jahr 2024. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Ermittlungen im Fall Fernandes-Ulmen sollen nach Deutschland abgegeben werden.
  • Collien Fernandes hat ursprünglich in Spanien Anzeige gegen ihren Ex-Mann eingereicht.
  • Die Anwälte der Schauspielerin wollen gegen den Entscheid vorgehen.

Im Fall Fernandes-Ulmen gibt es eine neue Entwicklung: Das Gericht in Palma de Mallorca hat die Ermittlungen nach Deutschland abgegeben.

Das zeigt ein Beschluss vom 8. April, welcher der «Mallorca Zeitung» vorliegt. Das spanische Gericht erklärt sich darin als nicht zuständig.

Die Anzeige von Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) wurde daher an die deutschen Behörden übergeben.

«Es lässt sich nicht die Zuständigkeit der spanischen Gerichte aufrechterhalten», teilte das Gericht auf Palma mit.

Darum wird Fall nach Deutschland übergeben

Die Abgabe des Falls wurde unter anderem begründet, dass es sich bei beiden Beteiligten um deutsche Staatsbürger handelt. Zudem sollen die mutmasslichen Taten «auf deutschem Hoheitsgebiet begangen oder über digitale Plattformen, die auf Deutsch veröffentlichen, verbreitet» worden sein.

Christian Ulmen Collien
Collien Fernandes hat schwere Vorwürfe gegen ihren Ex Christian Ulmen erhoben. - getty images

Des Weiteren argumentierte das Gericht, dass Collien Fernandes in Deutschland eine anerkannte Persönlichkeit sei. In Spanien hingegen fehle ihr eine solche öffentliche Relevanz.

Die deutschen Behörden befänden sich daher in einer «privilegierten Position», um die Ermittlungen fortzuführen.

Colliens Anwälte wollen Einspruch einlegen

Das Verfahren ist damit aber noch nicht endgültig abgeschlossen. Die Anwälte von Collien können Einspruch gegen diese Entscheidung einreichen. Wie die «Mallorca Zeitung» weiter berichtet, wollen sie dies auch tun.

Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Mann, sie «virtuell vergewaltigt» zu haben. Der Schauspieler soll Fake-Profile von ihr erstellt und online mit Männern gechattet haben. Fernandes bezichtigt ihn zudem der Verbreitung von gefälschten Nacktbildern und Sexvideos.

Anzeige bewusst in Spanien eingereicht

Dass der Fall nun nach Deutschland abgegeben werden soll, wäre für Collien nicht gut. Denn Spanien gilt als Vorreiter im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt. So sind etwa die Gesetze gegen häusliche Gewalt dort schärfer.

Collien Fernandes
Collien Fernandes hat ihren Ex-Mann wegen «virtueller Vergewaltigung» und Körperverletzung angezeigt. - getty images

Die deutsche Schauspielerin hat ihren Ex-Mann bewusst auf Mallorca angezeigt. Nicht nur, weil Ulmen dort seinen Hauptsitz hat. Sondern auch, weil in Spanien die Rechte von Frauen deutlich besser sind, wie Fernandes kürzlich sagte.

«Das betrifft nicht nur die digitale Gewalt, sondern auch die häusliche Gewalt», so die 44-Jährige. Deutschland bezeichnete sie derweil als «absolutes Täterparadies».

Kommentare

User #2053 (nicht angemeldet)

Gehörte Ulmen nicht mal zu den Guten und war auf der richtigen Seite?

User #1301 (nicht angemeldet)

Solange seine Schuld nicht bewisen ist, steht aussage gegen aussage. Viele Frauen zerstören ganze Familien und Leben mit unwahren Aussagen. Bitte seid skeptisch und urteilt nicht vorschnell.

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