Australiens Premier unter Druck wegen Kylie Minogue
Australiens Premier Anthony Albanese sorgte mit einem Spruch über Kylie Minogue in einem Podcast für Empörung – und entschuldigte sich öffentlich.

Australiens Premier Anthony Albanese geriet nach einem Podcast-Auftritt unter heftigen Beschuss. Ein anzügliches Fragespiel brachte den 63-Jährigen in schwere Erklärungsnot, wie «T-Online» berichtet.
In der Sendung «Bush Deep» der Komikerin Nikki Osborne wurde Albanese gebeten, beim Spiel «shag, marry, date» mitzumachen. Dabei sollen Teilnehmer entscheiden, mit welchen prominenten Personen sie Sex haben, wen sie heiraten und mit wem sie ausgehen würden.
Osborne nannte ihm drei australische Berühmtheiten: Kylie Minogue, Schauspielerin Nicole Kidman und Entertainerin Rhonda Burchmore. Albanese zögerte zunächst und verwies auf seine frische Ehe mit Jodie Haydon vom vergangenen November.
Australiens Premier gibt nach – und nennt Kylie Minogue
Doch Osborne liess nicht locker – und Australiens Premier gab nach. «Kylie, ganz klar», sagte er schliesslich, wie «T-Online» berichtet.
Als Osborne nachhakte, ob er Kylie Minogue heiraten, mit ihr schlafen und ausgehen würde, antwortete Albanese: «Alles davon.» Er fügte hinzu: «Sie ist grossartig.»
Die Podcast-Folge wurde Ende vergangener Woche veröffentlicht. Sie entstand laut «web.de» in Albaneses Amtssitz in Canberra.
Scharfe Kritik aus dem Parlament
Die unabhängige Abgeordnete Zali Steggall bezeichnete den Auftritt als «völlig unangemessen», wie «T-Online» berichtet. Albanese müsse lernen, solches Verhalten als sexistisch zu benennen und mit gutem Beispiel voranzugehen.
Die liberale Ministerin Sarah Henderson äusserte ebenfalls Kritik. Albaneses Äusserungen seien «respektlos gegenüber Frauen, peinlich für Australier und entwürdigten das Amt des Premierministers», zitiert «T-Online».
Am Montag veröffentlichte Albaneses Büro eine offizielle Stellungnahme. Darin erklärte er laut der «Berliner Zeitung»: «Ich entschuldige mich uneingeschränkt.»
Regierung verteidigt Albanese
Vizepremier Richard Marles sprang für den abwesenden Regierungschef ein. Er verwies laut der «Berliner Zeitung» darauf, dass Albaneses Kabinett das erste in der Geschichte Australiens mit paritätischer Besetzung sei.

Arbeitsministerin Tanya Plibersek erklärte, sie habe den Podcast nicht gehört. Als Bewunderin von Kylie Minogue befinde sich Australiens Premier in der Gesellschaft von Millionen Australierinnen und Australiern.
Kylie Minogue (58) gilt weltweit als Pop-Ikone und verkaufte über 80 Millionen Tonträger. Ein Sprecher der Sängerin reagierte laut der «Berliner Zeitung» zunächst nicht auf eine Medienanfrage.
















