Schweizer Podcasterin liebt Häftling: «Telefonsex hilft»
Dara Masi liebt einen Mann, der seit vier Jahren im Gefängnis sitzt. Im Podcast spricht sie über Besuche, Nähe und Telefonsex.
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Das Wichtigste in Kürze
- Dara Masi ist wieder mit ihrer Jugendliebe zusammen.
- Ihr Partner sitzt seit über vier Jahren im Gefängnis.
- Alle zwei Wochen darf sie ihn drei Stunden sehen.
Dara Masi (32) ist bekannt für ihren Podcast «Die Thronfolge», den sie zusammen mit Karin Bearpark (27) betreibt. Dort spricht sie normalerweise über gesellschaftliche Themen und Prominenz.
Jetzt sorgt die Moderatorin mit einer ganz privaten Geschichte für Aufsehen. Im Podcast «Elephant in the Room» spricht sie mit Mirja Gabathuler (36) und Charlotte Theile (38). Dort erzählt sie von ihrer Liebe zu einem Mann, der seit über vier Jahren im Gefängnis sitzt.
Der erste Freund mit 12
Der Mann ist keine neue Bekanntschaft.
«Er war mein erster Freund mit 12. Und mein erster Kuss. Im Schnee», erzählt Masi. Die Jugendliebe zerbrach nach einem halben Jahr, danach riss der Kontakt ab.
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Über Umwege habe sie all die Jahre hindurch «über sieben Ecken» erfahren, was aus ihm geworden ist. «Irgendwann habe ich dann erfahren, dass er im Gefängnis sitzt», sagt Masi. Weiter habe sie zunächst nicht darüber nachgedacht.
Wiedervereinigung durch Strassenumfrage
Den Kontakt fanden die beiden durch Zufall wieder. Bei einer Strassenumfrage wurde Masi gefragt, was sie ihrem Ex gerne sagen würde. Sie antwortete: «Ich hoffe, sie behandeln dich im Knast gut.»

«Das Video hat uns eigentlich wieder zusammengebracht», sagt Masi. Beamte hätten ihn im Gefängnis darauf angesprochen, später habe eine gemeinsame Bekannte ihr ausgerichtet, dass er ihre Nummer haben möchte.
Wichtig ist Masi zu betonen, dass ihr Partner nicht wegen eines Sexual- oder Gewaltdeliktes einsitzt. Mehr dazu dürfe sie öffentlich nicht sagen.
Der erste Kuss nach 20 Jahren
Am Anfang sei sie vorsichtig gewesen, aus Angst vor Hintergedanken. «Flirty» war es nicht, sagt Masi. Erst bei einem Besuch im Gefängnis habe sie gemerkt, dass sie mit niemandem so tiefgründige Gespräche führe wie mit ihm.
Vor rund einem Jahr küssten sich die beiden zum ersten Mal wieder. «Ich konnte mich nicht mehr an den Kuss von damals erinnern. Aber als wir uns dann erstmals geküsst haben, ist es mir durch Mark und Bein gegangen, unsere Schneidezähne schlugen aneinander.» Das sei ihr bei niemand anderem mehr passiert.
Sex? Leider nein!
Intimität ist im Gefängnis kaum möglich. «Man wird kreativ», gibt Masi zu. Telefonsex helfe dabei. Ins Detail möchte sie aus Rücksicht auf ihren Partner aber nicht gehen.
Weil noch kein rechtskräftiges Urteil vorliegt, sind Privatbesuche tabu. «Es gibt keine Treffen, an denen man allein ist. Man ist immer von Kameras überwacht, von Menschen und Beamten umgeben», sagt Masi.
Dass eine schnelle Intimität von Anfang an ausgeschlossen war, half dem Paar laut Masi sogar. Früher sei sie oft schnell intim geworden und habe dadurch die Kommunikation erschwert. Diesmal sei das anders: «Man redet einfach und man redet über alles.»
Drei Stunden alle zwei Wochen
Alle zwei Wochen darf Masi ihren Partner für drei Stunden besuchen. «Man sitzt an einem Tisch, und die Insassen kommen dann, wo ihr Besuch ist», beschreibt sie den Ablauf.
Seit Kurzem gibt es sogar einen Fotoautomaten mit Green Screen, der Strand- oder Seekulissen simuliere. «In den drei Stunden kannst du dich voll aufeinander konzentrieren, und das ist eigentlich total schön. Man darf sich auch berühren, weil wir es ja nicht übertreiben», sagt Masi.
Sie hoffe, dass ihr Partner lieber früher als später entlassen wird. Er sei der erste Mann, mit dem sie sich vorstellen könnte, alt zu werden. Bis dahin bleiben den beiden drei Stunden alle vierzehn Tage – und die Vorfreude aufeinander.








