Bachelorette Dina Rossi besorgt um Meinungsfreiheit in der Schweiz
Nach ihrem umstrittenen «Asylanten»-Post bekommt Larissa Hodgson Rückendeckung von Kollegin Dina Rossi. Mit ihren Aussagen hätte sie keine Grenze überschritten.

Das Wichtigste in Kürze
- Larissa Hodgson nervte sich kürzlich über ausländische Sozialhilfebezüger in der Schweiz.
- Ex-Bachelorette Dina Rossi versteht das Anliegen der alleinerziehenden Mutter.
- Hodgsons Rassismus-Vorwürfe verteidigt sie, die Gesellschaft sei heutzutage «so sensibel».
Der Vorwurf von Larissa Hodgson (31) war deutlich. Alleinerziehende in der Schweiz würden vom Staat zu wenig unterstützt – im Gegensatz zu Asylsuchenden.
Die Ex-Bachelorette kritisierte das Steuersystem scharf – inklusive giftiger Forderung gegen Menschen mit Migrationshintergrund: «Ganz ehrlich, bleibt in eurem Land! Nicht unsere Aufgabe, auf euch zu schauen!», wetterte die Bernerin mit kanadischen Wurzeln.
Ihre Wortwahl sorgt im Netz für gespaltene Meinung. Während sich ihr Arbeitgeber, die Schweizerische Post, distanziert, nimmt «Bachelorette»-Kollegin Dina Rossi (34) das junge Mami jetzt in Schutz.
«Man darf heute sowieso nichts mehr sagen»
«Es nervt einfach nur noch. Klar, sie hat den Post gemacht in ihren Emotionen als alleinerziehendes Mami mit Druck», meint sie auf Instagram. Rossi, selbst Mutter einer Neunjährigen, kenne das auch.
Zwar räumt sie ein, dass Hodgson ihre Wortwahl nicht durchgehend überlegt hätte. An einer Sache stört sie sich aber: «Man darf heute sowieso nichts mehr sagen. Weil die Gesellschaft so sensibel ist [...]»
«Ich finde es einfach recht erschreckend mit dieser Meinungsfreiheit hier in der Schweiz, von der alle reden», meint Rossi besorgt.

Zwar gebe es Grenzen, aber die seien mit Hodgsons Äusserungen nicht überschritten worden. Die 34-Jährige erinnert an mögliche Konsequenzen, die jene tragen müssten, die ihre Meinung offenlegen. Sei es im Job, oder auch bei Kooperationspartnern.
«Ich könnte jetzt nicht einfach meine Meinung sagen, ohne, dass ich nicht auch irgendeine Konsequenz zu spüren bekommen würde. Und ich finde das wirklich schlimm», so Rossi. Und spricht in diesem Zusammenhang gar von «Manipulation».
«Larissa Hodgson ist sicher nicht rassistisch»
Angesichts der aktuellen Weltlage gibt sich die 34-Jährige besorgt um die Stabilität von Sozialhilfe hierzulande. Rossi fordert einen ungefilterten Diskurs auf Augenhöhe, statt auf die Meinung einer einzelnen Person einzuschlagen.

Dass sich die Ex-Bachelorette gegen Menschen mit Migrationshintergrund stellen würde oder «pauschal» gegen Asylsuchende sei, streitet Rossi ab. «Larissa Hodgson ist sicher nicht rassistisch, nur weil sie sich Gedanken macht und Ängste äussert.»
Rossi glaubt, Hodgson würde sich lediglich Sorgen machen, ob das Schweizer «System» mit genügender Unterstützung von Familien langfristig noch funktioniert. «Die Menschen, die hier bereits ihr Leben aufgebaut haben ... ein Land darf doch auch auf seine Kapazitäten, seine Infrastruktur und die Lebensqualität der Menschen schauen?»
Arbeitgeber distanziert sich von «Asylanten»-Post
Auch Hodgson selbst korrigierte sich kurz nach ihrem umstrittenen Statement letzte Woche – zumindest in ihrer Formulierung. «Ich spreche nicht vom integrierten Ausländer. Rein von denen, die sich nicht integrieren wollen», wollte die 31-Jährige klarstellen.

Ob der Bernerin, wie von Rossi allgemein befürchtet, Konsequenzen drohen, ist unklar.
Bei Hodgsons Arbeitgeber, der Schweizerischen Post, hiess es auf Nau.ch-Anfrage: «Die Post distanziert sich von den gemachten Aussagen bezüglich Asylsuchenden und Ausländerinnen und Ausländern.»
Das Unternehmen lege hohen Wert auf einen respektvollen Umgang unter seinen Mitarbeitenden. «Bei Diskriminierung, Rassismus, Mobbing und sexueller Belästigung gilt Nulltoleranz.»












