Die deutsche Band AnnenMayKantereit bezieht in ihren Texten auch immer wieder politisch Stellung. Darauf festgenagelt werden wollen die Kölner Jungs aber nicht.
Henning May, Sänger der Band AnnenMayKantereit, hat keine Lust auf Erwartungen von anderen Menschen. Foto: picture alliance / Daniel Karmann/dpa
Henning May, Sänger der Band AnnenMayKantereit, hat keine Lust auf Erwartungen von anderen Menschen. Foto: picture alliance / Daniel Karmann/dpa - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Henning May, Sänger der Kölner Band AnnenMayKantereit, will bei seiner Musik nicht nur auf bestimmte politische Texte festgelegt werden.

«Ich möchte nicht, dass Menschen themenbezogene Erwartungen an mich haben», sagte der 28-Jährige dem «Mannheimer Morgen». «Wenn jetzt viel über Politik in meine Texte einfliesst - ich kann nur über das schreiben, was ich fühle, und zu dem ich Zugang finde. Alles andere kann man nicht erzwingen.»

Dabei stecke auch im Titel des neuen Albums eine politische Botschaft. Das dritte Album der Gruppe war in der vergangenen Woche digital veröffentlicht worden und heisst «12» - in Anspielung auf die Redewendung «fünf vor zwölf», erklärte der Sänger im Interview. «Es ist nicht mehr fünf vor, sondern wirklich zwölf. In allen Bereichen.» Etwa wenn es um den Klimawandel gehe oder die Privilegien weisser Männer. Gleichzeitig symbolisiere die zwölf aber nicht nur das Ende eines Tages, sondern auch den Anfang eines Kreislaufs.

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