Afroman siegt vor Gericht und stärkt Redefreiheit
Rapper Afroman triumphiert gegen Polizisten, die ihn wegen satirischer Videos verklagt hatten. Das Gericht in Ohio entschied eindeutig zugunsten des Musikers.

In einem ungewöhnlichen Rechtsstreit steht Rapper Afroman (51) im Zentrum eines Verfahrens gegen mehrere Sheriffs aus Adams County, Ohio. Die Beamten hatten Afroman verklagt, nachdem er Musikvideos veröffentlicht hatte.
Diese Videos zeigten die Polizei bei einer Razzia auf seinem Anwesen und verspotteten sie.
Sie basierten auf Sicherheitskameraaufnahmen, die während der Durchsuchung entstanden waren, berichtet die «Associated Press».
Afroman vs. Polizei: Virale Videos lösen Verleumdungsklage aus
Die Razzia selbst fand im August 2022 statt. Die Polizei hatte Afromans Haus unter dem Verdacht von Drogenhandel und Freiheitsberaubung durchsucht.
Dabei wurden weder Drogen gefunden, noch Anklagen erhoben, wie die «Guardian» schreibt. Afroman nutzte diese Aufnahmen, um mehrere Songs und Videos wie «Lemon Pound Cake» zu produzieren, die viral gingen.
Die Polizisten behaupteten, die Videos hätten ihrem Ruf geschadet und emotionales Leid verursacht, so die «AP News». Die Klage der sieben Angehörigen der Sheriffs bezog sich auf angebliche Verleumdung und Verletzung der Privatsphäre.
Afroman siegt vor Gericht
Vor Gericht argumentierte Afromans Verteidigung, dass seine Werke durch den First Amendment geschützt seien, wie ebenfalls die «AP News» berichtet. Eine Jury entschied am Mittwoch gesamthaft zugunsten des Rappers und wies alle Ansprüche der Polizisten ab.

Afroman ist auch für seinen Hit «Because I Got High» bekannt. Er bewertete das Urteil als Sieg der Redefreiheit, meldet die «People».
Die Entscheidung betont die Bedeutung des Schutzes kreativer Kritik an Beamten und staatlichen Akten. Das Urteil markiert einen wichtigen Fall im Spannungsfeld zwischen persönlicher Kritik und juristischem Schutz öffentlicher Kommentare.
















