OpenAI-Rivale Anthropic plant Börsengang
Anthropic hat einen vertraulichen Antrag für einen Börsengang in den USA eingereicht und rückt damit näher an das Wall-Street-Parkett.

Anthropic hat laut «N-TV» einen vertraulichen Antrag für einen Börsengang in den USA eingereicht. Das Unternehmen teilte mit, dass zunächst keine Angaben zum Emissionsvolumen veröffentlicht wurden.
Der Antrag wurde bei der US-Börsenaufsicht SEC zur Prüfung eingereicht. Dabei bleibt die Dokumentation bis kurz vor dem Börsendebüt vertraulich.
Ein möglicher Börsengang könnte noch im laufenden Jahr erfolgen. Einzelheiten zum genauen Zeitplan oder zur Bewertung wurden nicht veröffentlicht.
Vertrauliches Verfahren und Marktumfeld
Bei einer vertraulichen Einreichung bleiben Finanzdaten und Geschäftsdetails zunächst unter Verschluss. Erst kurz vor der Platzierung werden diese Informationen öffentlich gemacht.
Laut «boerse.de» gilt der mögliche Börsengang als einer der grössten des Jahres. Der Markt für Künstliche Intelligenz bleibt dabei ein zentraler Treiber mehrerer IPOs.
Im Marktumfeld spricht «Der Aktionär» von einem zunehmenden IPO-Wettrennen zwischen Anthropic und OpenAI. Beide Unternehmen bereiten demnach mögliche Börsengänge im Bereich Künstliche Intelligenz vor.
Finanzierung und Investorenstruktur
Zuvor hatte Anthropic eine Finanzierungsrunde über 65 Milliarden Dollar abgeschlossen. Die Bewertung lag «N-TV» zufolge zuletzt bei rund 900 bis 965 Milliarden Dollar.
Unterstützt wird das Unternehmen von Investoren wie Google und Amazon. Zudem planen Microsoft und Nvidia Investitionen in Milliardenhöhe.
Das Unternehmen wurde 2021 von ehemaligen OpenAI Mitarbeitern gegründet. Bekannt ist Anthropic für seine Claude Modelle im Bereich Künstliche Intelligenz.
Anthropic: Rechtliche Auseinandersetzungen
Parallel führt Anthropic einen Rechtsstreit mit dem US-Verteidigungsministerium. Streitpunkt ist die militärische Nutzung der entwickelten KI Systeme.
Anthropic lehnt bestimmte Anwendungen wie Massenüberwachung im Inland ab. Auch autonome Waffensysteme werden vom Unternehmen ausgeschlossen.

Das US-Verteidigungsministerium stufte das Unternehmen zeitweise als Sicherheitsrisiko ein. Anthropic wehrt sich juristisch gegen diese Einstufung, berichtet «N-TV» weiter.












