Chaos-Initiative setzt Gesundheitswesen massiv unter Druck
Wenn Pflegepersonal fehlt, spüren das Patientinnen und Patienten direkt. Die Initiative zur 10-Millionen-Schweiz verschärft den Mangel zusätzlich.

Das Wichtigste in Kürze
- Fehlendes Personal: Das Gesundheitswesen steht immens unter Druck.
- Die Chaos-Initiative würde diesen Fachkräftemangel weiter verschärfen.
- Deshalb: NEIN zur Chaos-Initiative für eine verlässliche Gesundheitsversorgung.
Ein Anruf in der Arztpraxis: Der nächste Termin ist erst in drei Wochen frei. In der Zwischenzeit werden die Beschwerden stärker, der Alltag fällt immer schwerer.
Solche Situationen sind heute bereits vielerorts Realität. Mit der Initiative zur 10-Millionen-Schweiz würden sie sich weiter verschärfen.
Schon heute steht das Gesundheitswesen in vielen Bereichen unter Druck. Pflegepersonal, Ärztinnen und Ärzte sowie Fachkräfte in der Betreuung fehlen.
Die Chaos-Initiative verschärft diese Lage zusätzlich. Sie will die Bevölkerung mit einer starren Obergrenze deckeln. Für das Gesundheitswesen bedeutet das vor allem eines: noch weniger Fachkräfte.
Die Folgen sind konkret spürbar: Längere Wartezeiten, weniger verfügbare Termine, mehr Druck auf Spitäler und Praxen. Wenn Personal fehlt, leidet die Qualität der Versorgung.
Mehr Bedarf, weniger Personal
Gleichzeitig steigt der Bedarf weiter an. Die Bevölkerung wird älter, mehr Menschen sind auf medizinische Betreuung und Pflege angewiesen. Doch während die Nachfrage wächst, fehlen genau die Menschen, die diese Arbeit leisten.
Ohne genügend Fachkräfte gerät das System zunehmend unter Druck. Die Belastung für das Personal steigt, und es wird schwieriger, eine verlässliche Versorgung sicherzustellen.
Zudem gefährdet die Initiative die bilateralen Beziehungen zur EU, auf die auch das Gesundheitswesen angewiesen ist – etwa in der Forschung, in der Ausbildung und bei der Rekrutierung von Fachkräften.
Die Initiative verschärft bestehende Probleme
Die Initiative löst keine der heutigen Herausforderungen. Sie verstärkt sie. Ein funktionierendes Gesundheitswesen braucht genügend gut ausgebildete Fachkräfte, heute und in Zukunft.
Zürich ist auf eine funktionierende Gesundheitsversorgung angewiesen. Dafür braucht es genügend Fachkräfte und pragmatische Lösungen, nicht starre Grenzen. Darum: Nein zur Chaos-Initiative.
Zum Autor
Patrick Hässig ist Nationalrat GLP und Dipl. Pflegefachmann HF.






