Röbi Koller über «G&G»-Aus: Hätte man behalten können, aber ...
In einem neuen Podcast verrät Röbi Koller, was er von seinem «Happy Day»-Nachfolger Nik Hartmann hält – und, wie er über die «G&G»-Absetzung denkt.

Das Wichtigste in Kürze
- Röbi Koller ist im Podcast von Moderator «Jontsch» zu Gast.
- Der Ex-«Happy Day»-Moderator lobt seinen Nachfolger Nik Hartmann.
- Zudem verrät er, was er von der «G&G»-Absetzung hält.
Nach fast 40 Jahren bei SRF sagte er im vergangenen Jahr Tschüss: Im April verabschiedete sich Röbi Koller von «Happy Day». 18 Jahre lang moderierte er die beliebte Samstagabendshow.
Komplett weg vom Fenster ist der 68-Jährige aber weiterhin nicht. Zwar ist er nicht mehr im TV zu sehen. Doch auf der Bühne steht er noch immer.
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Mit seiner Show «Zugabe I» tourt er – trotz einiger Absagen – aktuell durch die Schweiz. Auch ein neues Buch hat er herausgebracht.
Lobende Worte für Nik Hartmann
Währenddessen hatte Nik Hartmann (53) im September seine «Happy Day»-Premiere. Erstmals moderierte er die SRF-Show – und trat somit offiziell in die Fusssstapfen von Röbi Koller. Und wie denkt der eigentlich über seinen Nachfolger?
Im Podcast «Spaghetti mit Ketchup und Chäs» von Moderator Jonathan Schächter alias Jontsch sagt Koller: «Der Nik ist gut, der Nik kann das. Das hat er bewiesen.»

Der Ex-SRF-Moderator glaubt, dass man das Format hätte begraben können, wenn die Premiere im September in die Hosen gegangen wäre. Hartmann als Nachfolger sei also der «richtige Entscheid» gewesen.
Röbi Koller wollte aufhören, bevor es ihm verleidet
Aktuell kämpft SRF mit Sparmassnahmen. In den vergangenen Monaten nahm der Spardruck weiter zu. Hat der Kapitän also das sinkende Schiff verlassen? Das will Jontsch von Röbi Koller wissen.
Das pensionierte Fernsehgesicht dementiert – und begründet sein «Happy Day»-Aus folgendermassen: «Irgendwann ist auch mal gut», habe er sich nach 18 Jahren gedacht.

«Bevor es mir verleidet, möchte ich anderen eine Chance geben oder der Show eine Chance geben, weiterzuleben.»
Über die Entwicklungen bei der SRG macht sich Koller nicht viele Gedanken.
«Warum soll ich? Jedes Medienhaus hat riesige Herausforderungen vor sich. (...) Niemand weiss, was in fünf oder zehn Jahren ist.»
Eine Strategie zu entwickeln, sei darum auch extrem schwierig, meint Er.
Plötzlich waren alle Fan von «G&G»
Angesprochen auf die Absetzung des People- und Gesellschaftsformats «G&G – Gesichter und Geschichten» sagt Röbi Koller: «Das hätte man behalten können.» Aber: «Du musst irgendwo sparen. Es schreit immer jemand auf am Schluss.»
Er erinnert sich daran, dass früher viele gegen «G&G» gestänkert hatten. «Und dann sind plötzlich alle Fans. Das habe ich nicht ganz begriffen.»

Doch, egal ob die Absetzung letztlich nun richtig war oder nicht: «Wenn du sparst, dann tut es irgendwo auch weh. Anders geht es nicht. Und es geht um viel Geld», meint der 68-Jährige.
Dass die Halbierungsinitiative angenommen wird, das glaubt Koller nicht. «Ich habe das Gefühl, am Schluss ist der Support der Bevölkerung für die SRG immer noch sehr gross.»
Für SRG-Chefin Susanne Wille findet der ehemalige SRF-Moderator lobende Worte. «Sie macht es gut. Sie zeigt, dass sie entscheidet und einen Weg gehen will, im Sinne von: Nicht mehr weiterwachsen, sondern vernünftig umgehen mit dem Geld. Und trotzdem geht das Kerngeschäft nicht verloren.»








