Er war in der Klinik: Loco Escrito legt Drogen-Beichte ab
Loco Escrito rutschte in seiner Jugend in eine Cannabis-Sucht. Im Kampf gegen die Droge begab er sich zuletzt in eine Klinik, worüber der Sänger offen spricht.

Das Wichtigste in Kürze
- Loco Escrito spricht offen über die Beziehung zu seinem drogenabhängigen Vater.
- Auch der Sänger selbst rutschte in seinen Jugendjahren in eine Cannabis-Sucht.
- Vor einem halben Jahr liess er sich freiwillig in eine Klinik einweisen.
In seinen Songs versprüht er Sommer, Sonne und gute Laune. Doch hinter dem Namen Loco Escrito (36) verbirgt sich auch eine verletzliche Seite, geprägt von schmerzhaften Erfahrungen und persönlichen Tiefpunkten. Darüber spricht der Latin-Musiker nun ganz offen.
Im Podcast von Jonathan «Jontsch» Schächter (44) wirft der Sänger einen Blick auf die schwierige Beziehung zu seinem Vater. Geboren in Kolumbien, zog der heute 36-Jährige ein halbes Jahr nach seiner Geburt in die Schweiz. Die dort herrschenden Konflikte sowie der Drogenhandel sorgten bei der Familie für den Entscheid, das Land zu verlassen.

Seinem Vater fiel es zwar schwer, sich vom eigenen Drogenkonsum zu trennen. «Er hat grosse Narben von dieser Zeit davongetragen», erklärt der Zürcher. Doch seine Kinder hatten stets Priorität, Escrito beschreibt ihn als «den besten Vater, den man sich wünschen kann».
Escrito verdrängte Schicksalsschläge
Vor seinem Tod im Jahr 2021 kehrte sein Vater in seine Heimat Kolumbien zurück. Immer wieder habe er mit gesundheitlichen Problemen gekämpft. Loco Escrito, der den bürgerlichen Namen Nicolas Herzig trägt, pflegte ihn eine Zeit lang.
Heute wünscht er sich allerdings, mehr Kontakt mit seinem Vater gepflegt zu haben. «Ich habe ihn zu wenig zurückgerufen», meint er wehmütig.

Bereits Jahre zuvor erlitt der Musiker einen schweren Schicksalsschlag. Mit 19 Jahren verlor er seinen besten Freund, später starb auch dessen Mutter an Krebs.
Die schweren Verluste hinterliessen beim Latin-Star Spuren. Statt sich mit der Trauer auseinanderzusetzen, habe er die letzten 20 Jahre emotional «einfach irgendwie ‹durchgehustlet›».
Wegen Drogensucht: Sänger begab sich in Klinik
Doch in der Phase der Verdrängung hatte der Sänger auch mit eigenen Problemen zu kämpfen. Loco Escrito rutschte während seiner Jugendjahre in eine starke Cannabis-Sucht. Zwar habe man es ihm nicht angemerkt, er sei nicht der «typische Kiffer» gewesen.
Mit der Zeit wurde der emotionale Druck zu gross. «Es gab Momente, da war ich ganz unten», gesteht er.
Im Kampf gegen das Rauchmittel zog der Sänger vor einem halben Jahr die Reissleine. Auf eigenen Entscheid liess er sich in eine Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie einweisen. «Ich wusste, dass das Kiffen endlich aufhören muss.»

Der Familienvater wurde sich seiner Verantwortung bewusst. «Ich muss ja auf meine Tochter schauen. Ich muss schauen, dass Geld reinkommt.» Escrito betont im Podcast, wie sehr ihm das Wohlbefinden seiner zehnjährigen Tochter am Herzen liegt.
«Bin noch immer in der Krise»
Heute blickt der 36-Jährige positiv auf seinen zweiwöchigen Klinikaufenthalt zurück. Die Aufarbeitung seiner Vergangenheit habe ihm geholfen, sich mit den Problemen auseinanderzusetzen, statt vor ihnen wegzulaufen.

Loco Escrito hat dadurch gelernt, auch negative Gefühle anzunehmen. Denn Glück bedeute nicht Lachen oder Fröhlichkeit, sondern Echtheit. «Ich bin noch immer in der Krise, würde ich sagen», erklärt er. Doch gerade für seine Liebsten funktioniere er weiter.












