Rassismus im Festzelt sorgt für rote Köpfe im Zürcher Parlament
Der Rassismus-Eklat in der Fanzone der Eishockey-WM hat am Mittwoch für rote Köpfe im Zürcher Stadtparlament gesorgt. Rassismus sei kein harmloser Partyspass.

Ein Video auf Social Media zeigte ein Festzelt voller Schweizer Eishockey-Fans, die am Wochenende in der offiziellen Fanzone in Zürich fremdenfeindliche Parolen grölten.
«Ausländer raus, Schweiz den Schweizern, Ausländer raus» hiess es da zur Melodie von «L'amour toujurs». Dieser Partysong wurde bereits im Jahr 2024 auf der deutschen Insel Sylt für das Grölen von rassistischen Parolen zweckentfremdet.
«Das war kein kleines Grüppchen», sagte Vera Çelik (SP) im Parlament. «Das waren Hunderte und niemand griff ein.» Das dürfe nicht verharmlost werden. Sie fordert vom OK der Eishockey-WM, dass sich dieses distanziere und die Sache verurteile. Man dürfe nicht vergessen, dass das Festzelt auf städtischem Grund gestanden habe.
FDP-Gemeinderat Përparim Avdili war an diesem Tag selber im Festzelt, bekam den Rassismus-Eklat aber nicht in diesem Ausmass mit. Es sei höchstens eine kleine Minderheit gewesen, die die Parolen gegrölt habe. «Es stimmt nicht, dass alle mitsangen.» Sein Urteil über die grölenden Fans war aber klar: «Das waren Idioten.»










