Zürcher Gemeinderat will mit Hilfe von KI politisieren
Die Stadtzürcher Parlamentarierinnen und Parlamentarier erhalten einen KI-Assistenten: Dieser soll sie bei ihrer Arbeit unterstützen. Vor allem Polit-Neueinsteiger hätten Mühe, sich in den vielen Geschäften zurechtzufinden, so die Mehrheit.

Die Arbeit im Zürcher Stadtparlament sei in den vergangenen Jahren immer komplexer geworden, sagte FDP-Gemeinderat Martin Bürki. Es gebe immer mehr und immer komplexere Geschäfte, welche die Ratsmitglieder kennen und einordnen müssten. «Wir sollen natürlich auch noch schneller werden und das alles neben Beruf und Familie.»
Vor allem Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger haben offenbar Mühe, sich zurechtzufinden. Helfen soll nun ein KI-Recherche-Tool. «Das ist ein Beitrag dafür, dass ein Milizparlament weiterhin funktioniert», sagte Bürki.
Das Parlament unterstützte die Einrichtung eines solchen KI-Assistenten und überwies den Beschlussantrag von FDP und AL mit 90 Ja zu 18 Nein an die Geschäftsleitung des Parlaments.
Zu reden gab nur noch, ob die KI eine klassische Suchmaschine sein soll oder eine generative KI, die selber dazulernt. Das Resultat fiel klar aus: Das Parlament will weder hohen Stromverbrauch noch Halluzinationen und beschränkt sich deshalb auf die KI-Suche.
Die Nein-Stimmen kamen von der SVP. Diese will sich zwar ebenfalls von KI unterstützen lassen. Wenn da irgendwo «Netto Null» drinstehe und der Stromverbrauch bei der Auswahl der Technik ein Thema sei, stimme sie aber aus Prinzip Nein.






