Studie

    Tempo 30 führt gemäss Studie zu echter und gefühlter Lärm-Reduktion

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Gemäss einer in der Stadt Zürich durchgeführten Studie werden Anwohnende bei einer Geschwindigkeitsreduktion auf Strassen stärker entlastet als bislang gedacht.

    Stadt Zürich
    In der Stadt Zürich wird wieder kostenlos getestet. - Pixabay

    Umwelt und Gesundheitsschutz Stadt Zürich und das Bundesamt für Umwelt führten die am Mittwoch veröffentlichte Studie gemeinsam durch. Sie befragten zwischen 2017 und 2020 zweimal Personen in der Stadt Zürich – einmal vor der Umstellung auf Tempo 30, einmal danach. 880 Anwohnende füllten den Fragebogen zweimal aus.

    Auf den untersuchten Streckenabschnitten sank die durchschnittliche Geschwindigkeit durch die Tempo-30-Signalisation von zuvor 40 auf 31 km/h. Der mittlere berechnete Strassenlärmpegel ging am lautesten Fassadenpunkt im Mittel um 1,6 Dezibel am Tag und 1,7 Dezibel in der Nacht zurück. «Pegelreduktionen in dieser Grössenordnung sind als wahrnehmbar zu bezeichnen», heisst es in der Studie.

    Lärmcharakteristik ist bei Tempo 30 anders als bei Tempo 50

    Bei der Befragung zeigte sich ein weiterer Effekt. Es gab einen weiteren signifikanten Rückgang der Strassenlärmbelästigung und weniger selbstberichtete Schlafstörungen. Gemäss Studienautoren handelt es sich um eine «zusätzlich gefühlte Entlastung der Anwohnenden», deren Umfang sie auf zwischen zwei und vier Dezibel am Tag und rund vier Dezibel in der Nacht schätzen.

    «Dies kann als Hinweis dafür gewertet werden, dass mit der geringeren Fahrgeschwindigkeit zusammenhängende Faktoren die Belästigungen und Schlafstörungen reduzieren», heisst es in der Studie.

    So sei die Lärmcharakteristik bei Tempo 30 anders als bei Tempo 50. Bei Tempo 30 verstetige sich der Verkehrsfluss, die Maximalpegel der Vorbeifahrten gingen stark zurück und bei einer einzelnen Vorbeifahrt steige der Lärmpegel langsamer an.

    Die Studie wurde an wenigen, praktisch ausschliesslich kommunalen Zürcher Strassen durchgeführt. Die Autoren regen deshalb an, dass sie auf weitere Städte und andere Strassentypen ausgeweitet wird und auch methodisch optimiert wird.

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