Am Sonntag hat die Bevölkerung der Stadt Zürich einen Richtplan für die kommunale Siedlungspolitik akzeptiert. Über 60 Prozent sagten Ja.
Zürich Richtplan
Blick auf die Stadt Zürich. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 61,2 Prozent der Stadtzürcher haben den neuen Siedlungsrichtplan angenommen.
  • Das Projekt soll aus Zürich die «Stadt der kurzen Wege» machen.

Mit 84'437 zu 53'522 Stimmen hat die Stadtzürcher Bevölkerung am Sonntag Ja gesagt zum kommunalen Siedlungsrichtplan. Dieser soll die «Stadt der kurzen Wege» bringen. Der Ja-Stimmenanteil lag damit bei 61,2 Prozent, die Stimmbeteiligung bei 61,5 Prozent.

Der kommunale Richtplan Siedlung, Landschaft, öffentliche Bauten und Anlagen (Slöba) legt die Stadtentwicklung verbindlich bis ins Jahr 2040 fest. Dann werden in der Stadt Zürich wohl über eine halbe Million Menschen leben.

Um dieses Wachstum nachhaltig zu vollziehen, sind eine grössere Verdichtung und mehr Grünräume geplant. Laut Richtplan ist das Wachstum vor allem im Norden und Westen der Stadt vorgesehen.

So soll etwa höher und mit mehr Grün gebaut werden. Insgesamt 44 Hektar sind im Slöba für die Schaffung neuer öffentlicher Freiräume eingeplant. Auf der Sihlfeldstrasse zwischen Brupbacher- und Hardplatz soll beispielsweise die Zürcher «Champs Elysées» entstehen. Dazu soll die Stadt mit privaten Eigentümerschaften prüfen, ob sich Innenhöfe oder Dachlandschaften in die öffentlichen Freiräume einbinden lassen.

Der Slöba sieht auch 49 Quartierzentren in der Stadt vor, die das Zusammenleben fördern sollen. Die Stadt soll zudem Massnahmen ergreifen, wenn die Zahl kommerziell genutzter Zweitwohnungen zunimmt. Laut Richtplantext soll der Slöba alle vier Jahre einer Teilrevision unterzogen werden. Dies, um «rasch und zielgerichtet» auch neue Projekte zu ermöglichen.

FDP, SVP und EVP hatten sich gegen den Slöba ausgesprochen. Genauso wie der Stadtzürcher Heimatschutz (SZH) und der Zürcher Heimatschutz (ZHV).

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