Investitionen in Schulgebäude, Ärztemangel und der schonende Umgang mit Ressourcen beschäftigen die EVP Zofingen derzeit.
EVP Zofingen Urs Plüss
Zur 100-Jahre-Feier wurde allen Mitgliedern eine Überraschung übergeben (v.l.): Urs Plüss, Grossrat, Claudia Schürch und Manuel Dätwyler. - z.V.g.

Urs Plüss-Bernhard war vor 20 Jahren zufälligerweise am gleichen Ort, an dem die EVP-Zofingen eine Vorstandssitzung abhielt.

Das damalige EVP-Einwohnerratsmitglied Christiane Dombrowsky fragte, ob er für den Einwohnerrat Zofingen kandidieren würde. So hat Urs Plüss-Bernhard 2001 zum ersten Mal für ein politisches Amt kandidiert und sich von da an für Kommissionsarbeit, im Einwohnerrat und später im Grossrat engagiert.

Im Interview mit Nau spricht der EVP Grossrat aus Zofingen über die Ansichten und Ziele seiner Partei.

EVP Zofingen
Von links: Claudia Schürch; Präsidentin EVP-Zofingen, Theres Dietiker; Präsidentin EVP-Aargau und Lilian Studer; Präsidentin EVP-Schweiz. - z.V.g.

Nau.ch: Wofür setzt sich Ihre Partei im Allgemeinen ein?

Seit 100 Jahren setzt sich die EVP für Mensch und Umwelt ein. Für mehr Gerechtigkeit und Ehrlichkeit. Für eine nachhaltige und enkeltaugliche Politik. Gewissen steht vor individuellen Interessen.

Nau.ch: Welche Anlässe stehen in nächster Zeit auf dem Programm?

Nach etlichen Jubiläen und den Wahlen im Bezirk Zofingen wird es nun etwas ruhiger. Es stehen noch Versammlungen an zu den Wahlunterstützungen einzelner Gemeindeämter. Im Februar folgt dann das traditionelle Raclette-Essen mit Gastreferat.

Nau.ch: Welche Themen beschäftigen die EVP Zofingen aktuell?

Investitionen in Schulgebäude, Ärztemangel und immer aktuell ist der schonende Umgang mit Ressourcen, beispielsweise für Bauland, Finanzen und Personal.

Nau.ch: Was gefällt Ihnen an der Region besonders?

Ich finde die Region mit der schönen Altstadt von Zofingen fantastisch. Man ist schnell in den grossen Zentren und trotzdem auf dem Lande. Die Natur liegt vor der Türe. Die Region bietet super kulturelle Angebote, gute Einkaufsmöglichkeiten und trotzdem kein Grossstadt-Ghetto.

Nau.ch. Wie steht es um den Nachwuchs in Ihrer Partei? Wie motivieren Sie diesen für die Politik?

Nachwuchs ist für jede Partei eine Herausforderung. Vor 20 Jahren war ich der Nachwuchs und inzwischen haben wir das Zepter bereits an jemand Jungen weitergegeben.

EVP Zofingen
Wahlauftakt zu den Grossratswahlen 2020 in Brittnau. - z.V.g.

Wir haben vor allem eine sehr aktive kantonale Jungpartei, welche gute Basisarbeit leistet. Wenn dann junge Leute aus der Region Interesse haben, werden diese an die Parteiversammlungen eingeladen. Eine Kleinpartei wie die EVP bietet da einen guten Einstieg: Man ist sehr nahe an den Themen, kann sofort seine Meinungen und Ansichten einbringen und wird auch angehört.

Nau.ch: Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Partei?

Weitere 100 Jahre Einsatz für Mensch und Umwelt sowie standhaft gegen die Ungerechtigkeit einstehen. Auch dann, wenn es nicht populär ist.

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