Die SP Winterthur will mehr bezahlbaren Wohnraum in der zweitgrössten Stadt des Kantons. Sie hat an ihrer Mitgliederversammlung entschieden, die Volksinitiative «Wohnen für alle» zu lancieren.
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Bahnhof Winterthur. - Keystone

Diese Initiative fordert, dass der Anteil gemeinnütziger Familien- und Alterswohnungen in Winterthur in den kommenden 20 Jahren auf 25 Prozent erhöht wird, wie die SP am Mittwoch mitteilte. Für Junge, Familien oder Senioren werde eine Wohnungssuche zum Geduldsspiel.

Der Anteil genossenschaftlicher Mietwohnungen sei aber im städtischen Vergleich immer noch sehr tief. Nur knapp 15 Prozent aller Miethaushalte seien in einer Genossenschaft.

Damit der Anteil der gemeinnützigen Wohnungen steigt, soll unter anderem in der städtischen Bauordnung festgehalten werden, dass bei Auf- und Umzonungen ein Mindestanteil an günstigen Wohnungen gebaut werden muss. Eine identische Vorschrift gibt es schon in der Stadt Zürich. Möglich wurde ein solches Eingreifen in die Bautätigkeit durch eine kantonale Abstimmung im Jahr 2014.

Weiter fordert die SP, dass die Stadt bei Gestaltungsplänen mit den Eigentümern verhandelt, wie viele preisgünstige Wohnungen erstellt oder erhalten werden. Für den Bau von Familien- und Alterswohnungen soll die Stadt zudem geeignetes Land gemeinnützigen Bauträgern im Baurecht überlassen.

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