Im ersten Spiel nach dem Restart der NLB unterstreicht die SG Wädenswil/Horgen mit einem souveränen 38:25 Sieg ihre Heimstärke.
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Handball. - Keystone

Nachdem der Schweizer Handballverband bereits in der Vorwoche die Wiederaufnahme des Spielbetriebs verschieben musste, erreichte auch am Mittwoch eine Hiobsbotschaft die Liga. Erneut wurden die Spiele vertagt. Nur wenige Stunden danach wurde dieser Entscheid jedoch rückgängig gemacht und die Partien vom Wochenende doch noch zugelassen.

Die Freude bei den Teams, dass das Pendel auf «spielen» ausschlug war gross. Entsprechend motiviert starteten die favorisierten Gastgeber in die Begegnung mit dem Tabellenachten. Der Leader eröffnete den Torreigen nach gut einer Spielminute durch Tim Rellstab, welcher an diesem Nachmittag mit 9 Treffern zum Topscorer avancierte.

Im Zentrum beider Teams stand in der Startphase jedoch die Defensive. Insbesondere das Heimteam vereitelte durch eine starke Abwehrleistung und einem glänzend parierenden Jonas Steiner (14 Paraden in der ersten Halbzeit) reihenweise Abschlussversuche der Gäste. Nach gut 17 Minuten ergriff der Bieler Trainer beim Stand von 9:3 eine unübliche Massnahme und wechselte – mit Ausnahme des Torhüters – die komplette Mannschaft aus. Doch auch die jungen Ersatzspieler des HSB konnten nur wenig gegen die kompakt stehende Abwehr der SG Wädenswil/Horgen ausrichten. Vielmehr wurden sie zu Fehlern gezwungen, welche von den Platzherren konsequent mittels Tempospiel in Tore umgemünzt wurden. Beim Pausenpfiff war die Partie mit dem Stand von 20:8 bereits vorentschieden.

Die Konzentration nach einer solch deutlichen Führung beizubehalten war die grosse Herausforderung für die Linksufrigen. Im gleichen Masse wie im ersten Durchgang gelang dies nicht, sodass sich der Spielstand bei der Tordifferenz von 12 Toren einpendelte. Insbesondere die linke Angriffsseite der Gäste, angeführt von Vinzenz Schläfli, verstand in der zweiten Spielhälfte mit der Defensivtaktik der Gastgeber umzugehen und fand immer wieder Wege zum erfolgreichen Abschluss. Da sich jedoch auch die Einheimischen in Torlaune zeigte konnten die Bieler die Differenz nie unter 11 Tore verkleinern. Mit dem letzten Treffer besiegelte Sandro Gantner die Fortsetzung der 2.5-Jährigen Siegesserie in der Horgner Waldegghalle mit 38:25.

Dominik Mächler, der Wädenswiler im Dress des HS Biel zum Spiel: «Wir waren insbesondere in der ersten Halbzeit noch nicht bereit auf dem Niveau von Wädenswil/Horgen mitzuhalten. Meine ehemaligen Teamkollegen wollten den Sieg mehr und nutzen ihren Chancen clever». Auch für den «Best Player» des Spiels, Jonas Steiner, hatte Mächler ein Lob übrig, auch wenn mit einem Augenzwinkern: «Wir haben Jonas regelrecht warmgeschossen. Zu viele Abschlüsse wurden auf halber Höhe platziert, was die Aufgabe für den Torhüter natürlich vereinfacht».

In der kommenden Woche muss die SG Wädenswil/Horgen wohl mit mehr Gegenwehr rechnen. Mit CS Chênois Genève wartet am Lac Leman ein heisser Anwärter auf die Finalrundenplätze. Mit dem 26:24 Auswärtsieg gegen den Direktkonkurrenten Kreuzlingen haben sie ihre Ambitionen nach dem Restart angemeldet. Das Spiel wird am Sonntag, 25. April um 18:30 Uhr angepfiffen.

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