UHC Uster kassiert Dämpfer beim Leader Wiler-Ersigen
Nach gutem Start bricht der UHC Uster gegen den Leader ein und unterliegt 4:12. Gegen Chur United kann das Team Rang sechs weiterhin aus eigener Kraft sichern.

Wie der UHC Uster mitteilt, unterliegt das Team in der vorletzten Qualirunde beim SV Wiler-Ersigen diskussionslos mit 4:12. Weil allerdings auch Rychenberg Winterthur beim Gastspiel in Malans ohne Punkte blieb, haben es die Zürcher Oberländer am Sonntag, 1. März 2026, gegen Chur United noch immer in den eigenen Händen, Tabellenrang sechs ins Trockene zu bringen.
Nach dem Sieg von Floorball Köniz Bern gegen die Hoppers war Qualirang vier und damit das Playoff-Heimrecht für die Ustermer auch rechnerisch definitiv ausser Reichweite geraten. So ging es im Gastspiel beim Tabellenleader Wiler-Ersigen hauptsächlich darum, den Emmentalern hinsichtlich des Playoff-Wahlprozederes von morgen Sonntagabend als möglichst unangenehmer Kontrahent im Bewusstsein zu verbleiben; bestenfalls natürlich mit einem Sieg.
Bis knapp zur Spielmitte gelang das auch einigermassen. Keine anderthalb Minuten nach Anpfiff der Partie hatte Ted Nivestam die Ustermer mit dem ersten Schuss aufs Berner Tor überhaupt bereits in Führung gebracht.
Nach dem Ausgleich des Heimteams fünf Zeigerumdrehungen später, brachte Förderkaderspieler Timo Renner neun Sekunden vor der Drittelssirene mit seinem zweiten Saisontor sein Team wieder um eine Länge voraus. Es hätten deren zwei sein können, hätte der Wiueler Andrin Hollenstein in der zwölften Minute nicht für seinen von Kilian Franzen bereits ausgespielten Keeper Merlin Picariello per Fussabwehr gerettet.
Effiziente Reaktion hält Uster im Rennen
Nach Wiederanpfiff benötigten die Emmentaler vier Minuten, um das Resultat zu ihren Gunsten zu drehen, wobei der Ustermer Josia Pfister zwischen den beiden Gegentreffern noch einen Lattenschuss zu verzeichnen hatte.
Nachdem der Wiueler Topscorer Alexander Galante Carlström in Minute 28 nach einem unnötigen Foul an Yves Klöti auf die Strafbank beordert worden war, erzielten die Zürcher Oberländer nach nur gerade elf Sekunden Powerplay den 3:3-Ausgleich:
Daniels Jānis Anis, wie immer im Überzahlspiel mitten im Gewühl direkt vor dem gegnerischen Tor positioniert, lenkte das geschickte Kurzzuspiel und damit den dritten Assist Yves Klötis bei ebenso vielen Ustermer Treffern unhaltbar für Picariello ins Netz ab.
Rekordmeister dreht auf und zieht auf davon
So weit so gut. Doch nach diesem Erfolgserlebnis war dann fertig lustig für das Zürcher Oberländer Team in der Kirchberger Grossmatthalle – und das auf eine ziemlich brutale Weise. Keine acht Minuten nach dem Ausgleichstreffer des Uster-Letten lag das Heimteam mit 6:3 in Front.
Die Ustermer bekundeten unter dem steigenden Druck des Rekordmeisters vielmals grosse Mühe, überhaupt den Ball aus der eigenen Zone zu bringen, wobei ein Grossteil der Wiueler Treffer in der zweiten Spielhälfte allerdings durch perfekt ausgeführtes Konterspiel zustandekommen sind, im Fall des 5:3 bei angezeigter Strafe gegen Anis.
Noch erschwert wurde die Sache durch eine Strafe von zwei mal zwei Minuten gegen Interims-Captain Jean-Luc Klöti anderthalb Minuten vor der zweiten Drittelspause, nachdem dieser seinen letztjährigen Teamkollegen Claudio Schmid abgeräumt hatte, als dieser entlang der Bande an ihm vorbeiziehen wollte.
Späte Tore besiegeln deutliche Niederlage für Uster
Es dauerte dank eines grandiosen Nicola Brütsch im Ustermer Gehäuse allerdings bis ins dritte Drittel, bevor die Gastegeber die Überzahl 23 Sekunden vor Ablauf der Strafe doch noch ausnützen konnten.
Der vierte Zürcher Oberländer Treffer wenig später mittels eines Weitschuss-Onetimers von Yves Köti war zwar sehenswert, letztlich aber nicht mehr als ein kurzer Ruf in der Wüste, denn die Emmentaler bauten den Score weiter aus.
Dreieinhalb Minuten vor der Schlusssirene war der Ex-Ustermer Schmid im Powerplay mit seinem zweiten Tor an diesem Abend für das Stängeli besorgt. Es hätte zu jenem Zeitpunkt allerdings auch schon um einiges übler aussehen können, hätte nicht Brütsch mit Händen, Füssen und Maske zahlreiche Berner Chancen zunichtegemacht.
Als dann aber die Wiueler infolge Ustermer Auflösungstendenzen in der Schlussminute noch zwei Treffer nachsetzen konnten, überliess der sichtlich entnervte UHCU-Schlussmann seinen Platz für die letzten sechs Sekunden seinem Ersatz Isaac Andersson, der damit wohl zu einem der kürzesten Einsätze eines Spielers in der L-UPL überhaupt kam.







