FDP-Morgenstamm fokussiert Wohnstandort St.Gallen

Der monatliche Morgenstamm der FDP St.Gallen nahm das Thema Wohnstandort auf. Der Referent: Robert Stadler, Geschäftsführer des HEV Stadt & Kanton St.Gallen.

FDP Stadt St.Gallen Morgenstamm März 2026
Robert Stadler, Geschäftsführer des HEV Stadt & Kanton St.Gallen, referierte beim FDP-Morgenstamm zum Wohnstandort St.Gallen. - zVg

Daten statt Debatte: Robert Stadler, Geschäftsführer des HEV Stadt & Kanton St.Gallen, präsentierte beim monatlichen FDP-Morgenstamm eine fundierte Analyse des Wohnstandorts St.Gallen.

Die neuesten Zahlen zeigen: Die Stadt wächst, aber das Wohnungsangebot passt nicht zur Nachfrage und es müssen neue Wohneinheiten gebaut werden, um dem prognostizierten Wachstum gerecht zu werden.

«Zwischen Wachstum und Flächenknappheit»

Zum Auftakt des März lud die FDP Stadt St.Gallen zum monatlichen Morgenstamm in die DenkBar. Während der Kantonsrat im zwei Minuten entfernten Regierungsgebäude in der Frühlingssession tagte, folgten gut ein Dutzend Interessierte Robert Stadlers Ausführungen zum Wohnstandort St.Gallen.

Unter dem Titel «Zwischen Wachstum und Flächenknappheit» legte der Geschäftsführer des HEV Stadt & Kanton St.Gallen die Entwicklung von Bevölkerung, Wohnstandort und Wohnungsmarkt der Stadt St.Gallen offen.

Wachstum – aber unterdurchschnittlich

Die neusten Zahlen sprechen eine klare Sprache: In den letzten zehn Jahren wuchs die Stadtbevölkerung um 4,4 Prozent. Dies ist im Vergleich zu anderen Schweizer Städten ein unterdurchschnittlicher Wert.

Gemäss den Prognosen wird St.Gallen in den kommenden 25 Jahren um rund 14'000 Personen wachsen. Daraus ergibt sich ein Bedarf von über 8'000 neuen Wohneinheiten, also rund 500 pro Jahr.

Jedoch ist die Bautätigkeit nach einer kurzen Erholungsphase um 2019/2020 wieder eingebrochen und bleibt unter dem Wert für die voraussichtlich benötigten Wohneinheiten.

Falsches Angebot statt fehlender Nachfrage

Stadler machte deutlich: Das Problem sei kein Nachfrageproblem, sondern ein Mobilisierungsproblem beim Baupotenzial.

Rund ein Drittel des Wohnungsbestands der Stadt St.Gallen sind Altbauten, die vor 1919 entstanden. Dies führt zu einer relativ hohen Leerstandsquote, besonders im Vergleich mit ähnlichen Städten.

Denn 99 Prozent der leerstehenden Objekte sind Altbauten. Das bedeutet, dass Neubauwohnungen fehlen.

Die Folge: Die Mietpreise sind vergleichsweise tief, während Eigentumsobjekte gleichzeitig eine dynamischere Preisentwicklung verzeichnen.

Über den FDP-Morgenstamm

Die FDP Stadt St.Gallen lädt monatlich zum Morgenstamm ein, bei dem jeweils aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen aus freisinniger Sicht beleuchtet und anschliessend offen diskutiert werden.

Diese öffentlichen Veranstaltungen stehen allen Interessierten ganz ohne Anmeldung offen.

Der nächste Morgenstamm findet am 7. April in der DenkBar statt. Unter dem Titel: «Organisation trifft Brauchtum: Schwägalp-Schwinget» spricht dann Kantonsratsvizepräsidentin Andrea Abderhalden über das Schwingfest am Fusse des Säntis.

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