Biodiversität

    Altgrasstreifen fördern die Biodiversität

    Nau.ch Lokal
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    Rorschach,

    Die Stadtgärtnerei Rorschach lässt beim Mähen bewusst einzelne Wiesenbereiche stehen. So entstehen wichtige Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere.

    Agglomerationsprogramm
    Die Seepromenande in Rorschach. - Nau.ch / Miriam Danielsson

    Wie die Stadt Rorschach mitteilt, sind zurzeit die Mitarbeitenden der Stadtgärtnerei Rorschach damit beschäftigt, die städtischen Wiesenflächen zu mähen. Dabei fällt auf, dass nicht überall gleich kurz gemäht wird.

    Einzelne Bereiche bleiben bewusst stehen. Was auf den ersten Blick ungewohnt wirken mag, ist weder Zufall noch eine Sparmassnahme, sondern Teil eines gezielten ökologischen Pflegekonzepts.

    Rückzugsorte für Insekten und Kleintiere

    Würden Wiesen vollständig und auf einmal gemäht, gingen für zahlreiche Insekten schlagartig Nahrung und Lebensraum verloren. Durch das Belassen einzelner Altgrasstreifen entsteht ein vielfältiges Mosaik aus gemähten und ungemähten Flächen. So bleiben Nektar- und Pollenquellen erhalten, und Kleintiere finden weiterhin geschützte Rückzugsorte.

    Die stehen gelassenen Pflanzen sind auch für die Entwicklung vieler Arten wichtig. In Stängeln und Halmen wachsen Larven heran oder überwintern geschützt bis ins nächste Jahr.

    Auch Vögel profitieren von den Altgrasstreifen, da Samenstände eine wertvolle Nahrungsquelle darstellen.

    Flächen wechseln bei jeder Mahd

    Die nicht gemähten Bereiche bleiben nicht dauerhaft unverändert. Sie wechseln bei jeder Mahd, sodass alle Flächen mindestens einmal pro Jahr gepflegt werden. Auf diese Weise verbindet die Stadtgärtnerei eine sorgfältige Grünflächenpflege mit einem konkreten ökologischen Mehrwert.

    Mit dieser naturnahen Bewirtschaftung trägt die Stadt Rorschach aktiv zur Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum bei. Gerade in dicht bebauten Gebieten sind solche Lebensräume für Insekten, Vögel und weitere Kleintiere besonders wertvoll.

    Auch im eigenen Garten möglich

    Der Ansatz lässt sich auch im privaten Garten einfach umsetzen. Statt die ganze Rasen- oder Wiesenfläche auf einmal zu mähen, kann abschnittweise vorgegangen werden. So bleibt immer ein Teil der Fläche als Lebensraum erhalten.

    Im Herbst lohnt es sich zudem, einzelne Bereiche über den Winter stehen zu lassen – etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Fläche. Bereits mit wenig Aufwand entsteht so ein wertvoller Beitrag für die Natur direkt vor der eigenen Haustür.

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