Gewalt

Damit Kinder und Jugendliche nicht vergessen gehen

Die Koordinationsstelle «Häusliche Gewalt» des Kantons St. Gallen hat ein Handbuch herausgegeben, das sich an Behörden und Stellen richtet. Der Fokus liegt auf den Kindern und Jugendlichen, damit sie in den Verfahren nicht vergessen gehen.

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Im Jahr 2025 gab es in der Schweiz bisher etwa alle zwei Wochen einen Femizid (Symbolbild). - Keystone

Die Koordinationsstelle «Häusliche Gewalt» des Kantons St. Gallen hat ein Handbuch herausgegeben, das sich an Behörden und Stellen richtet. Der Fokus liegt auf den Kindern und Jugendlichen, damit sie in den Verfahren nicht vergessen gehen.

2020 sei es im Kanton St. Gallen zu 1085 Polizeiinterventionen wegen häuslicher Gewalt, tätlichen Konflikten und eskalierenden Streitsituationen zu Hause gekommen, heisst es in der Mitteilung des Kantons vom Mittwoch.

Kinder und Jugendliche sind dabei oft direkt oder indirekt Gewalt ausgesetzt. Die Konflikte in der Familie führen zu Kriseninterventionen oder es gibt Strafverfahren, möglich sind auch Trennungen, in die verschiedenste Stellen und Fachpersonen involviert sind. «Die Gefahr besteht, dass die Kinder oder Jugendlichen dabei vergessen gehen», schreibt der Kanton.

Dem soll das neue Handbuch «Kinder inmitten von Partnerschaftsgewalt» abhelfen. Im Leitfaden sind die Aufgaben der verschiedenen Akteurinnen und Akteure und deren Zusammenarbeit im Einzelfall beschrieben. Das Handbuch steht zum Download bereit (haeuslichegewalt.sg.ch).

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