Gewalt in Zügen und an Bahnhöfen in Deutschland steigt an
Gewalt gegen Bahnmitarbeiter und Fahrgäste nimmt in Deutschland spürbar zu. Behörden und Bahnunternehmen warnen vor einer eskalierenden Lage.

Im Jahr 2025 wurden nach Angaben der deutschen Bundespolizei 27'818 Gewaltdelikte an Bahnhöfen und in Zügen registriert.
Darunter waren 1578 Waffendelikte und über 2200 Sexualdelikte, wie die polizeiliche Eingangsstatistik zeigt. Die «Tagesschau» berichtet, dass die Zahlen höher liegen als im Vorjahr.
Auch Messerattacken werden häufiger. Laut «Deutschlandfunk» gab es 2025 980 Messerattacken an Bahnhöfen und in Zügen. Besonders betroffen sind Leipzig, Dortmund und Berlin.
Bahnmitarbeiter unter Druck
Für Bahnpersonal wird der Arbeitsalltag zunehmend gefährlich. Mehrfach täglich kommt es zu Drohungen, Beleidigungen oder körperlichen Attacken.
«Deutschlandfunk» meldet, dass über 5600 Vorfälle gegen Bundespolizisten im Bahnverkehr registriert wurden.
Einzelne Vorfälle verdeutlichen das Problem. In Baden-Württemberg randalierte ein Mann in einer S-Bahn, bedrohte den Lokführer und beschädigte Sachwerte. Die Polizei setzte ihn in Untersuchungshaft. «Welt» berichtet über die Einzelfälle.
Gewalt in Zügen: Deutsche Bahn startet Sofortprogramm für mehr Sicherheit
Die Deutsche Bahn reagiert mit einem Sofortprogramm für mehr Sicherheit an Bahnhöfen. Sicherheitskräfte und Kameratechnik werden ausgebaut, insbesondere an stark frequentierten Standorten wie Leipzig.

Die «Welt» berichtet, dass zusätzliche Streifen von Bahn und Polizei geplant sind.
Zudem setzt die Bahn auf Schulungen zur Deeskalation und den Einsatz von Körperkameras. Ziel ist es, Mitarbeiter vor Gewalt zu schützen und Vorfälle besser zu dokumentieren.
















