SC Brühl

6:0 in Wiesendangen: SC Brühl stürmt in zweite Cuprunde

Nau.ch Lokal
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Stadt St. Gallen,

Nach geduldiger erster Halbzeit drehen die Kronen auf: Der SC Brühl setzt sich beim FC Wiesendangen klar mit 6:0 durch und feiert den Einzug in Runde zwei.

SC Brühl
Der SC Brühl ist ein Fussballverein aus der Stadt St.Gallen. Er trägt seine Heimspiele im Paul-Grüninger-Stadion aus. - Keystone/ Grafik Nau.ch

Es gibt Cupabende, die man am nächsten Morgen mit gemischten Gefühlen rekapituliert, und es gibt solche wie diesen. Wie der SC Brühl mitteilt, gewinnt die Mannschaft beim FC Wiesendangen mit 6:0 und steht damit in der zweiten Runde des Schweizer Cups.

Am Ende stand ein Ergebnis, das keine Interpretation verlangt – der Weg dorthin allerdings war etwas geduldiger, als es die Zahl vermuten lässt. Die Kronen begannen druckvoll.

In der zehnten Minute traf Dario Stadler, allerdings aus Abseitsposition – ein Tor, das nicht zählt, aber immerhin die Richtung vorgibt. Neun Minuten später scheiterte Tunahan Cicek am Pfosten. Wer den Cup kennt, weiss, dass genau solche Sequenzen den Boden für unangenehme Abende bereiten.

Eine Halbzeit Geduldsarbeit

Die Gastgeber kamen erst in der 32. Minute zu ihrem ersten Abschluss durch Pascal Unterberger. Und wie es der Fussball manchmal einrichtet: praktisch im Gegenzug fiel die Führung auf der anderen Seite. Fabio Lymann traf bei seinem Startelfdebüt zum 1:0 – ein Einstand, den man sich kaum besser bestellen kann.

Danach entwickelte sich exakt das befürchtete Geduldsspiel. Viel Ballbesitz, ein deutliches Chancenplus, aber kein zweiter Treffer. Es blieb beim knappen Vorsprung, und mit einem 1:0 im Rücken geht es sich in einer Cup-Pause bekanntlich nicht sonderlich entspannt in die Kabine.

Nach der Pause bricht der Damm

Der zweite Durchgang klärte die Verhältnisse dann zügig. In der 49. Minute setzte Tunahan Cicek den Ball an die Latte, Fabio Lymann setzte nach und köpfte zum 2:0 ein. Zweiter Treffer bei der ersten Startelfnomination – der Neuzugang hat den Auftrag offenbar sehr wörtlich genommen.

Acht Minuten später legte Lymann selbst sauber zurück, Samet Cicek erhöhte auf 3:0. In der 69. Minute revanchierte sich Cicek mit der Vorlage auf Lavdim Zumberi zum 4:0. Und in der 76. Minute umkurvte Samet Cicek den Torhüter, legte quer, und Gabriele Razzetti musste nur noch einschieben. 5:0.

Die Gastgeber gaben sich nicht auf. In der 87. Minute lag der Ehrentreffer in der Luft, doch Calvin Heim antizipierte gut und entschärfte die Situation. In der 90. Minute besorgte Sanijel Kucani schliesslich den 6:0-Endstand.

Grosses Lob für Gastgeber Wiesendangen

Ein Wort zum Gegner: Der FC Wiesendangen, betreut vom ehemaligen Profi Sokol Maliqi, hat sich über neunzig Minuten nie aufgegeben und den Abend bis zum Schluss ordentlich gestaltet.

Vor allem aber gebührt den Gastgebern ein grosses Dankeschön für die Gastfreundschaft und die hervorragende Organisation. Ein Cupspiel dieser Grössenordnung auf die Beine zu stellen, ist für einen Zweitligisten eine Menge Arbeit – und in Wiesendangen hat vom Empfang bis zum letzten Detail alles gestimmt. Genau solche Abende machen den Schweizer Cup aus.

Die Zweitligisten starten erst kommende Woche in ihre Meisterschaft. Wir wünschen dafür alles Gute – der Abend an der Rietsamen hat es verdient, in besserer Erinnerung zu bleiben, als es das Resultat nahelegt.

Cup-Zweitrundenduell gegen Biel-Bienne wartet

Für die Kronen geht es am Mittwoch, 19. August, um 19.30 Uhr im Paul-Grüninger-Stadion gegen den FC Biel-Bienne weiter. Der Cup wartet in der zweiten Runde.

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