Effizienter FC Einsiedeln verschafft sich Luft im Keller
Der FC Einsiedeln bezwingt Rümlang 3:0 und baut den Vorsprung im Abstiegskampf aus – ein wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt.

Wie der FC Einsiedeln mitteilt, ob es das schönste Geburtstagsgeschenk gewesen ist, gehört ins Reich der Spekulationen.
Geburtstagskind Michi Berger, Assistenztrainer FCE, hatte zumindest sichtlich Freude am Punktezuwachs, der gerade auch gegenüber dem abstiegsbedrohten Gegner vom vergangenen Sonntagnachmittag wieder für klarere Verhältnisse in der Tabelle sorgte.
Auf den ersten Abstiegsplatz sind es nun doch vier Punkte Vorsprung und dies mit einem Spiel weniger gegenüber der Konkurrenz.
Frühe Führung trotz verhaltenem Spiel
Erste Punke, erste Tore in der Rückrunde. Dies das erfreuliche Fazit nach dem Schlusspfiff gegen den SC Rümlang, der seiner «Favoritenrolle» als einer der Abstiegsaspiranten gerecht wurde.
Es war nämlich nicht so, dass der FC Einsiedeln die Zürcher mit Überzeugung an die Wand spielten. Wer dann aber mit noch weniger Sicherheit einer Niederlage entgegenstellt, darf sich nicht wundern, sich im Keller der 2. Liga – Gruppe 1 wiederzufinden.
Der erfolgreiche Start spielte den Gastgebern natürlich voll in die Hände. Die «Gewinnzahlen» hiessen in diesem Fall 24-9-5: Ein langer Traumpass von Schiendorfer (24) auf der rechten Seite zu Borner (9), welcher den Ball optimal in die Mitte spedierte, wo Riedi (5) nicht nur goldrichtig stand, sondern den Ball in der sechsten Spielminute auch noch gekonnt in den Rümlanger Maschen versorgte.
Nach 186 Minuten war der Torbann 2026 somit gebrochen. So richtig Feuer fingen die Spieler um Captain Rüttimann dadurch aber nicht. Es waren sogar die Zürcher, welche sich danach zwei Torgelegenheiten (10'/13') herausspielten, aber im Endeffekt zu kompliziert agierten.
Zähes Mittelfeldspiel und Effizienz vor der Pause
Die rot-schwarze Präzision litt in dieser Phase ein erstes Mal sichtbar, trotzdem überstand man die kurze Druckphase mehr oder weniger problemlos. Was danach folgte war eine Foulorgie auf beiden Seiten bis zur überraschend frühen Einwechslung (31') von Jordan Lakasi für Torschütze und Aktivposten Maxim Riedi.
Dessen muskuläre Probleme zwangen Corrado dazu, diesen schon nach einer halben Stunde vom Platz zu nehmen. Kreativität in Form von gelungenen Spielzügen war auf beiden Seiten eher Mangelware.
Beide Teams suchten ihr offensives Heil in Form von weiten Bällen. Man neutralisierte sich entweder gegenseitig oder wurde aus dem Offside gepfiffen. In der 42. Minute erinnerte sich der FCE an das Tor über die rechte Seite und probierte dies nochmals gegenüber. Mit Erfolg.
Der angespielte Muran setzte sich links durch, bediente mit seinem Querpass Albert, der seine Farben 2:0 in Führung brachte. Prädikat wertvoll, zumindest aus psychologischer Sicht, wenn ein Team kurz vor der Pause das Skore erhöhen kann.
Kontrollierter Sieg ohne Glanz
Damit war der Grundstein für den ersten Vollerfolg gelegt. Und tatsächlich. Rümlang konnte und der FCE wollte nach dem Pausentee nicht mehr so recht. Das Spiel plätscherte vor sich hin, bis sich zwanzig Minuten vor Schluss die Intensität nochmals steigerte.
Nach einer schönen Aktion über Cyrill Kälin auf Albert, welche leider nichts Zählbares einbrachte. Im Gegenzug vergeigte Boussano, der in der 66. Minute nur den Pfosten traf, eine weiter Chance. Sekunden später traf Fässler mit seinem Abschluss den Querbalken.
Der Erlösung erfolgte dann im zweiten Treffer von Leandro Albert, der somit mit einem Doppelpack brillieren konnte. Zum Einwechselspieler der Partie hätte sich kurz vor Schluss Phil Kälin krönen können, der auf der rechten Seite lanciert wurde und mit seinem Abschluss ganz knapp scheiterte.
An den letzten zwanzig Minuten darf sich der FCE durchaus orientieren, über den deutlichen Sieg sollte er sich aber nicht zu viel einbilden, dafür war die Qualität der Gäste auf zu bescheidenem Niveau.








