In Ibach SZ verimpfte eine Ärztin abgelaufene Corona-Dosen. Die Betroffenen verlieren ab dem 10. Januar ihr Zertifikat, wie die Behörden entschieden haben.
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Eine Person lässt sich gegen das Coronavirus impfen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Schwyzer Ärztin verimpfte abgelaufene Moderna-Impfdosen.
  • Betroffene verlieren nun ihr Zertifikat und können sich bei einer Hotline melden.

Wer von der Ibacher Ärztin, die mutmasslich abgelaufene Coronaimpfdosen verabreichte, ein Zertifikat erhalten hat, wird dieses wieder verlieren. Alle von der Ärztin ausgestellten Zertifikate für Geimpfte und Genese seien ab dem 10. Januar 2022 ungültig, teilte das Amt für Gesundheit und Soziales des Kantons Schwyz am Dienstag mit.

Das Gesundheitsamt ruft alle Personen auf, die sich in der Arztpraxis impfen liessen oder dort ein Genesungszertifikat erhalten hätten, sich zu melden. Dazu sei eigens eine Hotline (041 819 19 99) eingerichtet worden.

Mehr als 100 Personen betroffen

Das Amt für Gesundheit und Soziales werde bei den Betroffenen, welche ihr Zertifikat verlieren, eine individuelle Prüfung vornehmen, hiess es. Dabei werde geklärt, unter welchen Bedingungen ein neues Zertifikat ausgestellt werden könne. Falls nötig, werde unkompliziert eine Möglichkeit zur Nachimpfung angeboten.

In der Arztpraxis wurden vermutlich in den vergangenen Monaten an schätzungsweise über 100 Personen abgelaufene Covid-19-Impfdosen des Herstellers Moderna verabreicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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