Schlieren

Im Länzelmoos soll ein Amphibienlaichgewässer entstehen

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Die Amphibienpopulation ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Nun legt die Stadt Schlieren ein Amphibienlaichgewässer im Länzelmoos an.

Erdkröte Wald Ast Amphibien
Die Erdkröte gehört zu den gefährdeten Amphibienarten und steht in der Schweiz auf der Roten Liste. (Symbolbild) - Depositphotos

Da die Amphibienpopulation in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen ist, legt die Stadt Schlieren ein Amphibienlaichgewässer im Länzelmoos an.

Wie die Stadt Schlieren weiter schreibt, stellt die Holzkorporation Schlieren der Stadt dafür die notwendige Fläche zur Verfügung. Nun wurde der Vertrag über den Bau und Unterhalt des Gewässers unterzeichnet.

Die Umsetzung folgt im Herbst.

Für gesammelte Amphibien fehlt bisher Laichgewässer

In der Amphibienzugstelle östlich des Bahnhofs Urdorf werden jährlich Amphibien gesammelt, jedoch fehlt ein geeignetes Laichgewässer, um die Tiere wieder freizulassen.

«Die Population, insbesondere der Erdkröte, hat sich in den letzten Jahren leider stark reduziert», so Beat Kilchenmann, Stadtrat und Ressortvorsteher Werke, Versorgung und Anlagen.

Im Dialog und enger Abstimmung mit der Holzkorporation Schlieren sowie naturfachlicher Begleitung wurde eine Lösung entwickelt und projektiert.

Lebensraum für die Erdkröte und andere vorkommende Amphibien

Im Länzelmoos soll ein Gewässer mit einer Wasserfläche von rund 285 Quadratmetern und einer maximalen Tiefe von einem Meter angelegt werden.

Ziel ist es, einen Lebensraum für die Erdkröte zu schaffen. Vom Bau des Gewässers profitieren aber auch alle anderen vorkommenden Amphibien wie der Grasfrosch, der Bergmolch und der Fadenmolch.

Das Gewässer soll natürlich mit Hang- und Niederschlagswasser gespeist werden.

«Es ist uns gelungen, ein zukunftsfähiges Projekt mit den beteiligten Akteuren und der Grundstückseigentümerin zu entwickeln», freut sich Beat Kilchenmann.

Zusammenarbeit zwischen der Stadt Schlieren und der Holzkorporation Schlieren

Als Grundstückeigentümerin überlässt die Holzkorporation Schlieren die Fläche zur unentgeltlichen Nutzung. Die Stadt Schlieren deckt die Kosten für Bau, Betrieb und Unterhalt.

Die Rahmenbedingungen der Nutzungsüberlassung werden in einer Vereinbarung zwischen der Holzkorporation und der Stadt Schlieren festgehalten. Nachdem der Stadtrat dem Vorhaben in seiner letzten Sitzung zugestimmt hat, konnte der Vertrag im Schlieremer Stadthaus unterzeichnet werden.

«Mit dem Vertrag können wir die Basis für eine tragfähige Zusammenarbeit auf Augenhöhe schaffen – nicht nur für den Bau des Amphibienlaichgewässers, sondern auch für den Unterhalt», hält Alfred Füllemann, Präsident der Holzkorporation Schlieren, fest.

Realisierung noch in diesem Jahr

Die Gesamtkosten für den Bau belaufen sich auf rund 74'000 Franken.

Die Stadt wird eine Förderung über das Programm «Vielfältige Zürcher Gewässer» beantragen. Über dieses Programm können die Kosten für den Bau, die ersten drei Jahre Erstellungspflege sowie weitere vier Jahre Unterhalt mit einem Fördersatz von bis zu 90 Prozent gefördert werden.

Der Eigenanteil der Stadt Schlieren beträgt somit 10 Prozent. Nach Einholung der erforderlichen Bewilligungen ist die Realisierung für Herbst 2026 geplant.

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