In der Luzerner Vorortsgemeinde Horw sind die Böden des Primarschulhauses Hofmatt mit Naphthalin vergiftet. Die Sanierung der Böden in den 19 Räumen dürfte rund 690'000 Franken kosten. Der Gemeinderat hat am Dienstag dem Einwohnerrat einen entsprechenden Kredit beantragt.
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Ein Blick auf die Luzerner Gemeinde Horw. - Keystone

Der Schadstoff in dem 1964 erbauten Schulhaus stammt aus einer teerölgetränkten Spreuschicht unter dem Unterlagsboden. Dank Luftreinigungsgeräten konnte der Unterricht weitergeführt werden. Weil das Schulhaus aber in einem guten Zustand ist, dürfte es noch längere Zeit genutzt werden, weswegen die Gemeinde eine Bodensanierung durchführen will.

Der Gemeinderat schreibt, er habe sich für eine nachhaltige Sanierung entschieden, bei der die Spreuschicht mit dem Unterlagsboden vollständig entfernt werde. Zudem werde der freigelegte Betonboden abgedichtet.

Der Gemeinderat möchte die Sanierung möglichst schnell starten und bis Ende 2023 abschliessen. Der Einwohnerrat soll das Geschäft am 24. Juni behandeln.

Horw war 2018 nach Klagen einer Lehrerin auf das Naphthalinproblem gestossen. Das Baugift wurde auch in anderen Schulhäusern im Kanton Luzern festgestellt.

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