Kanton Obwalden: Corona-Härtefalldarlehen 2027 zinsfrei
Die Banken im Kanton Obwalden senken den Zins für Darlehen aus dem Covid-19-Härtefallprogramm für 2027 auf null Prozent. Betroffen sind 177 Unternehmen.

Während der Corona-Pandemie unterstützten der Kanton Obwalden, die Einwohnergemeinden und der Bund die besonders betroffenen Unternehmen finanziell. Ein Teil der Härtefall-Finanzhilfen konnte als Bankdarlehen bezogen werden, abgesichert durch eine Solidarbürgschaft des Kantons. In Anlehnung an die Covid-19-Solidarbürgschaftskredite des Bundes senken die Obwaldner Banken den Zinssatz für das Jahr 2027 auf 0 Prozent.
Im Kanton Obwalden wurden die Finanzhilfen im Covid-19-Härtefallprogramm in Kombination gewährt, das heisst ein Drittel als Bürgschaft für ein rückzahlbares Darlehen und zwei Drittel als A-Fondsperdu-Beitrag. Das Darlehen konnte jeweils bei der Hausbank aufgenommen werden. Die Covid-19-Härtefalldarlehen sind seit 2024 zu verzinsen.
Für das laufende Jahr beträgt der Zinssatz 0,25 Prozent. Für das folgende Kalenderjahr legt der Kanton den Zinssatz jeweils jährlich bis zum 30. September in Absprache mit den Hausbanken fest.
Anlehnung an den Zinssatz für die Covid-19-Solidarbürgschaftskredite
Die kantonalen Rechtsgrundlagen würden einen Zinssatz von rund 1,5 Prozent zulassen. Mit dem für 2027 festgesetzten Zinssatz von 0 Prozent haben die Obwaldner Kantonalbank, die Raiffeisenbank Obwalden und die Sparkasse Schwyz AG in Engelberg wie in den Vorjahren entschieden, einen Beitrag zur finanziellen Entlastung der betroffenen Unternehmen zu leisten. Sie berücksichtigen dabei, dass die damaligen Covid-19-Massnahmen vor allem die Gastronomie und die Hotellerie stark trafen.
Die Banken orientieren sich deshalb wiederum an den Zinsen, welche der Bund für die Kredite nach dem Covid-19-Solidarbürgschaftsgesetz verlangt. Mit dieser Zinsfestlegung wird auch für 2027 eine Einheitlichkeit zwischen den beiden Unterstützungsprogrammen des Bundes hergestellt.
Bereits über drei Viertel der gewährten Darlehen zurückbezahlt
Insgesamt bezogen 177 Unternehmen Covid-19-Härtefalldarlehen im Umfang von 5,2 Millionen Franken. Die Darlehen sind seit 2026 zu amortisieren. Zusammen mit freiwilligen Amortisationen wurden bis Ende Juni 2026 bereits rund 3,9 Millionen Franken zurückbezahlt.










