In Kägiswil OW darf vorübergehend nicht geflogen werden
Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hat die Schliessung des Flugplatzes Kägiswil angeordnet. Einen zeitlich begrenzten Weiterbetrieb schliesst es aber nicht aus.

Am Mittwoch läuft der Baurechtsvertrag, den die Flugplatzgenossenschaft Obwalden mit dem Bundesamt für Rüstung Armasuisse abgeschlossen hat, aus. Weil der Vertrag, der der Genossenschaft das Recht gibt, die Piste und die Hangars zu nutzen, nicht verlängert wurde, ordnete das Bazl die Schliessung an.
Erlaubt sind gemäss der Mitteilung des Bazl nur noch Flüge, die der Verlegung von Flugzeugen an einen anderen Ort dienen. Ab dem 9. Oktober ist der Flugbetrieb bis am 20. November ganz eingestellt. Grund dafür ist, dass die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) dann bei der Piste Profilstangen für ihr Neubauprojekt aufstellen wird.
Die Bundesstellen hätten der Flugplatzgenossenschaft aber in Aussicht gestellt, über einen zeitlich begrenzten Weiterbetrieb nach dem 20. November zu verhandeln, hiess es in der Mitteilung des Bazl.
Die Flugplatzgenossenschaft möchte den ehemaligen Militärflugplatz weiterhin für ihre zivile Fliegerei nutzen. Das Bazl lehnte ein Umnutzungsgesuch aber ab. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig.
Statt von der Flugplatzgenossenschaft, soll Kägiswil neu von der Rega genutzt werden. Diese möchte dort ihren neuen Hauptsitz bauen und den technischen Unterhalt ihrer Helikopterflotte vornehmen. Eine Einsatzbasis ist nicht geplant.
Nach Angaben des Bazl sind ein Neubau mit Hangar und fünf Helikopter-Standplätzen sowie ein mehrstöckiger Verwaltungskomplex mit Einstellhalle geplant. Die dafür nötige Änderung im Sachplan Verkehr wird ab dem 15. Oktober öffentlich aufgelegt.






