Goldach

Energieverbund Goldach soll nachhaltige Wärme liefern

Nau.ch Lokal
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Rorschach,

Die Gemeinde Goldach empfiehlt ein «Ja» zum Energieverbund am 8. März, der Bodensee-Energie nutzt und Haushalte sowie Betriebe nachhaltig mit Wärme versorgt.

Die Dorfmitte der Gemeinde Goldach.
Die Dorfmitte der Gemeinde Goldach. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Gemeinde Goldach mitteilt, empfiehlt der Gemeinderat ein «Ja» zum zukunftsweisenden Energieprojekt. Er legt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern am 8. März den Kredit über 36,11 Millionen Franken für den Bau des «Energieverbunds Goldach» vor.

Das zukunftsweisende Projekt nutzt den Bodensee als erneuerbare Energiequelle und schafft eine nachhaltige Wärme- und Kälteversorgung für die Gemeinde. Der Energieverbund Goldach basiert auf der Nutzung der neuen Seewasserfassung des Seewasserwerks Riet II der Regionalen Wasserversorgung St. Gallen (RWSG).

Mithilfe von Grosswärmepumpen wird Seewasser aus 60 Metern Tiefe als erneuerbare Energiequelle erschlossen. Das System erzeugt Warmwasser mit 70 bis 80 Grad Celsius und kann damit Haushalte und Industrie über ein Fernwärmenetz zuverlässig versorgen.

Rund 95 Prozent der Energie stammen aus erneuerbaren Quellen, wodurch jährlich etwa 4500 Tonnen CO₂ eingespart werden können. Das entspricht den jährlichen Emissionen von etwa 2200 bis 2300 Autos.

Selbsttragendes System ohne Steuergelder

Der «Energieverbund Goldach» ist ein eigenständiges System, das von den Technischen Betrieben Goldach betrieben wird. Die Finanzierung erfolgt durch Anschlussbeiträge und laufende Gebühren, die sich aus einem Grundpreis und einem Tarif pro Kilowattstunde zusammensetzen.

Die Gebühren sind so kalkuliert, dass der Energieverbund über die gesamte Lebensdauer der Anlagen mindestens kostendeckend betrieben werden kann. Zusätzlich reduzieren kantonale Förderbeiträge in der Höhe von 4,8 Millionen Franken den Investitionsaufwand auf 31,31 Millionen Franken netto.

Für Aufbau und Betrieb des Energieverbunds werden somit keine Steuergelder verwendet. Damit stellt das Projekt eine wirtschaftlich konkurrenzfähige und nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Energieversorgungssystemen dar.

Lokale Wertschöpfung und Flexibilität

Ein besonderes Potenzial des Energieverbunds liegt in der Integration lokaler Energiequellen. Die Firma Eilinger Holz AG betreibt bereits einen Nahwärmeverbund mit einer Holzschnitzelheizung, die ausschliesslich regionales Restholz aus dem betrieblichen Verarbeitungsprozess verwertet.

Diese Anlage verfügt über eine Heizleistung von rund 300 Kilowatt und versorgt damit das eigene Geschäftsgebäude, mehrere Mehrfamilienhäuser sowie ein benachbartes Gewerbeobjekt.

Bereits seit 1988 betreibt die Eilinger Holz AG einen eigenen Energieverbund – zunächst am Standort Schulstrasse und heute an der Langrütistrasse – und bringt damit jahrzehntelange praktische Erfahrung in der lokalen Wärmeversorgung ein.

Potenzial für mehr Leistung

Die Anlage verfügt zudem über weiteres Potenzial für eine Leistungserhöhung. Für Marcel Eilinger, Inhaber der Eilinger Holz AG, ist die Zusammenarbeit mit dem Energieverbund daher ein logischer Schritt: «In der Wärmeproduktion ist es wichtig im Grossen zu denken.

Denn je grösser ein Verbund ist, desto effizienter kann Wärme produziert werden. Weiter kommt eine Redundanz hinzu, wenn mehrere verschiedene Wärmeerzeugungen zusammenwirken. Jeder Energieträger hat Vor- und Nachteile und sollte entsprechend genutzt werden.»

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