Ausnahmen von Feuerwerkverboten sorgen für Wirbel

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Bern,

Einige Gemeinden dürfen trotz des Verbots ihre Feuerwerke zünden. Die Ausnahmebewilligungen sorgen für viel Kritik.

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Einige Feuerwerke, beispielsweise jenes auf dem Thunersee, dürfen trotz des Verbots stattfinden. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Schweiz gilt auch am 1. August ein Feuerwerksverbot.
  • Einige Gemeinden haben aber Ausnahmebewilligungen für ihre Feuerwerke erhalten.
  • Das sorgt für Kritik und wird als «arrogant» oder «unverantwortlich» bezeichnet.

Praktisch in der gesamten Schweiz gilt wegen der Trockenheit ein Feuer- und Feuerwerksverbotauch am 1. August. Einige Gemeinden haben nun Ausnahmeerlaubnisse für die grossen Feuerwerke erhalten. Das sorgt für viel Kritik.

In den sozialen Medien bezeichnet ein User die Ausnahmen als «egoistisch». Er fordert mehr Solidarität, auch im Hinblick auf Frankreich und Spanien, die mit enormen Waldbränden zu kämpfen haben.

Ein anderer User nennt es «unverantwortlich und infantil». Er findet, die Gemeinden hätten eine Vorbildfunktion. Und ein dritter User ist der Ansicht, dass die Regeln für alle gelten sollten.

Doch sind die Ausnahmebewilligungen wirklich unverantwortlich? Die meisten der erlaubten Feuerwerke werden über dem Wasser gezündet, beispielsweise über dem Thunersee oder über dem Rhein.

Thomas Widmer, Präsident des Schweizerischen Feuerwehrverbands, sagt gegenüber «SRF»: «Da arbeiten Feuerwehrspezialisten, und die wissen, was sie tun. Die jeweiligen Verantwortlichen kennen ihre Gebiete am besten.» Die Ausnahmen kann er somit verstehen.

Findest du die Ausnahmen beim Feuerwerksverbot richtig?

Anders die Politik: Die GLP Basel-Stadt findet es «unverständlich», dass die Stadt auf dem Rhein und auf dem Bruderholz Feuerwerk zünden darf. In einer Mitteilung fordert sie die Kantonsregierung dazu auf, die Genehmigung wieder zu entziehen.

Eine LDP-Grossrätin kritisiert, dass Private und die öffentliche Hand in Bezug auf das Feuerwerksverbot unterschiedlich behandelt werden. Sie bezeichnet das als «arrogant».

Und eine SP-Grossrätin sagt, der Staat müsse als Vorbild vorangehen. Es sei ohnehin schon schwer, das Verbot durchzusetzen.

Busse von bis zu 20’000 Franken in Bern

Das bestätigt die Kantonspolizei Zürich gegenüber «SRF». Laut dem Medienchef werde die Polizei ausrücken, wenn sie erfährt, dass Feuerwerk gezündet werde. Jeder Einzelfall werde dann geprüft. Die Einsatzkräfte seien angehalten, verhältnismässig zu handeln.

Wie die Regeln sind auch die Strafen von Kanton zu Kanton unterschiedlich. In Basel-Stadt gibt es einen Ordnungsbusse von 150 Franken. Strikter sind die Kantone Bern und Zürich: Hier gibt es eine Verzeigung.

In Bern sind Bussen von bis zu 20’000 Franken möglich. In Zürich muss mit einer Strafe von 100 bis mehreren Tausend Franken gerechnet werden.

Kommentare

User #1168 (nicht angemeldet)

Das mit der Busse finde ich gut. Wohne in Unterseen und werde die Polizei so gut wie möglich unterstützen. Man muss diesen Knallfröschen endlich mal ihren Blödsinn vor Augen führen. Der Lärm der Gestank die Rücksichtslosigkeit gegenüber von Tieren die Verschmutzung der Umwelt, es gibt genug Gründe diesen Wahnsinn endlich zu stoppen.

User #5651 (nicht angemeldet)

Wieder so ein Bericht, welcher zur "Spaltung" beiträgt!

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