Bodensee

    In zwei Wochen ist Bodensee-Hafen «komplett trocken»

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

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    Ein Bodensee-Hafen rechnet damit, in zwei Wochen komplett trocken zu sein. Andernorts liegen die Boote bereits auf, einige wurden zuvor aus dem Wasser geholt.

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    Der Pegel des Bodensees ist weit unter dem Durchschnitt. - Nau.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Bodensee-Pegel ist tief und wird weiter sinken.
    • Ein Hafenmeister erwartet, dass sein Hafen in zwei Wochen «komplett trocken» sein wird.
    • Zahlreiche Häfen können nur noch einen Teil der Liegeplätze nutzen.

    Um rund 1,2 bis 1,5 Meter liegt der Pegel des Bodensees unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Trockenheit, die Hitze und der schneearme Winter machen dem See zu schaffen. Einige Bootsbesitzer mussten ihre Boote bereits aus dem Wasser holen, wie sie gegenüber Nau.ch erzählen.

    Auf der deutschen Seite sieht es nicht besser aus: Verschiedene Häfen müssen Boote verlegen und Stellplätze schliessen.

    Im Hafen von Gaienhof-Horn am Untersee beispielsweise können nur noch rund 20 Prozent der Liegeplätze benutzt werden. Wie der «SWR» berichtet, dürfen nur noch flache Boote den Hafen nutzen. Die Rampe für kiellose Boote liegt auf dem Trockenen.

    Hafenmeister Jürgen Schulz beschreibt die Lage als trostlos. Er geht davon aus, dass der Wasserstand weiter sinken werde – um zwei bis drei Zentimeter pro Tag. Er sagt: «In spätestens zwei Wochen ist unser Hafen komplett trocken und leer.»

    Im Hafen Nonnenhorn kontrolliert der Hafenmeister jeden Morgen, wie viel Wasser noch unter den Booten ist. Bei vielen ist die Distanz zwischen Boot und Seegrund bloss rund 20 Zentimeter. Sechs Segelboote liegen bereits auf, zwei mussten aus dem Wasser geholt werden.

    Bereitet dir die Trockenheit Sorgen?

    Für viele Bootsbesitzer stellt sich nun die Frage: Saison beenden oder einen teuren Gästeplatz in einem anderen Hafen suchen? Doch mehrere Häfen melden, dass sie wegen des Andrangs kaum mehr Platz haben.

    Trinkwasser-Versorgung ist sichergestellt

    Der Bodensee versorgt auch rund fünf Millionen Menschen mit Trinkwasser. Im Schnitt werden rund 350 Millionen Liter pro Tag entnommen. Während der Hitzewelle im Juni wurden teils bis zu 550 Millionen Liter abgezogen, wie «focus» berichtet.

    Für die Trinkwasser-Versorgung ist der tiefe Pegelstand aber kein Problem, wie die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee erklärt: Die maximal erlaubte Entnahmemenge von 670 Millionen Liter entspricht bloss rund einem Prozent der Menge, die täglich zufliesst. Somit hat die Entnahme für Trinkwasser praktisch keinen Einfluss auf den Pegelstand.

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    Kommentare

    User #3970 (nicht angemeldet)

    Und im Juni 2024 war das letzte Hochwasser am Bodensee! Wer sich verrückt lassen machen möchte, bitte. Oder einfach mal das Leben geniessen!

    User #8928 (nicht angemeldet)

    Das wird sicherlich den Herrn Dettling freuen. In ein paar Jahren können die Bauern auf dem Gebiet des früheren Bodensees Kartoffeln pflanzen. Ob die Planzungen aber auch noch bewässert werden dürfen, wage ich zu bezweifeln.

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