Gemeinderat setzt Zeichen gegen ZVV-Tariferhöhung
Der ZVV plant per Ende 2026 höhere Preise. Der Gemeinderat Fehraltorf stellt sich gegen das Vorhaben und fordert stattdessen Anreize für den ÖV-Umstieg.

Wie die Gemeinde Fehraltorf mitteilt, ist sie aufgefordert, dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) eine Rückmeldung zur geplanten Tariferhöhung zu geben. Der ZVV beabsichtigt, seine Tarife per Dezember 2026 um durchschnittlich 2,7 Prozent anzuheben.
Dieses Vorhaben befindet sich derzeit in der Vernehmlassung bei Gemeinden, Verkehrsunternehmen und den regionalen Verkehrskonferenzen. Der ZVV erwartet bis Mitte Mai eine Stellungnahme, die allerdings keinen bindenden Charakter hat.
Der Gemeinderat Fehraltorf lehnt die Tariferhöhung ab. Er ist der Ansicht, dass die Tarife im öffentlichen Verkehr nicht erhöht werden sollten. Vielmehr sollten preisliche Anreize geschaffen werden, um mehr Menschen zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr zu bewegen.
Denn die Gemeinde Fehraltorf leidet unter einem hohen Durchfahrtsverkehr von rund 20'000 Fahrzeugen pro Tag und hat ein grosses Interesse daran, diese Entwicklung zu bremsen oder zumindest zu stabilisieren.
Verzögerter Ausbau sorgt für Kritik
Der Gemeinderat nimmt die gegenwärtigen Entwicklungen zuungunsten des öffentlichen Verkehrs mit Sorge zur Kenntnis. Er bedauert, dass sich der geplante Ausbau der S3 im Zürcher Oberland erheblich verzögert.
Der Gleisausbau in Fehraltorf wäre eine wichtige Massnahme, um die Kapazität zwischen Wetzikon und Effretikon zu erweitern. Aus Sicht des Gemeinderats sollte der Umstieg vom Individualverkehr auf den öffentlichen Verkehr stärker gefördert werden.
Eine Tariferhöhung hingegen macht die Nutzung des öffentlichen Verkehrs unattraktiver und wirkt damit in die entgegengesetzte Richtung. Mit der Ablehnung der Tariferhöhung des ZVV möchte der Gemeinderat seine Haltung in diesem Thema unterstreichen.










