Auch dieses Jahr kann das grösste Kunstfeuerwerk der Schweiz nicht stattfinden – die Organisatoren hoffen jetzt auf 2023.
Feuerwerk
Feuerwerk im Nachthimmel. (Archivbild) - Pixabay

«Ja, leider einmal mehr: Wir müssen die Sonnwendfeier von Oensingen auf den 18. März 2023 verschieben.» Das teilen das OK Sonnwendfeier und die beiden ausführenden Feuerwerksvereine Ravellen Club Oensingen (RCO) und Vogelherdclub Oensingen (VCO) in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Regulär findet die Oensinger Sonnwendfeier, das grösste Kunstfeuerwerk der Schweiz, alle drei Jahre statt; das letzte Mal 2018. Der ursprüngliche Austragungsrhythmus wurde aufgrund der Pandemie bereits im letzten Jahr von 2021 auf 2022 verschoben.

Keine Planungssicherkeit für das OK

Zwar hätte man «nach dieser langen Zeit so richtig Lust auf eine Sonnwendfeier in Oensingen gehabt. Deshalb ist uns dieser Entscheid sehr schwergefallen», schreiben die Organisatoren. Es fehle aber nach wie vor verbindliche Aussagen von Seiten der Behörden, welche Auflagen für Grossanlässe ab Herbst 2021 gelten werden.

Insbesondere sei offen, mit welcher Besucherobergrenze man im Frühjahr 2022 rechnen dürfe. Derzeit lassen die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen und die Umsetzung der Schutzkonzepte Grossanlässe mit mehr als 10'000 Besuchern nicht zu.

«Die Anzahl der Besucherinnen und Besucher aufgrund der dannzumal geltenden Be­stim­mungen erheblich zu reduzieren, haben wir schlichtweg nicht gewollt. Dies wäre für uns sowohl planerisch als auch finanziell nicht zu verkraften», heisst es weiter in der Pressemitteilung. Auch die Einhaltung und Um­setzung der vorgesehen Einlasskriterien, mit Impf-, Genesungsnachweisen oder nega­tivem Testbefund, erachten die Organisatoren derzeit als unrealistisch.

Finanzielles Risiko abwenden

Die Sonn­wend­feier zählte in den vergangenen Jahren mehr als 30’000 Besucherinnen und Besucher. Sie soll auch über die nächste Austragung hinaus das grösste Kunst­feuer­werk der Schweiz bleiben und Besucherinnen und Besucher aus nah und fern begeistern. Darum sollen die beiden Vereine auch in den nächsten Jahren auf sicheren Beinen stehen.

Die Haupteinnahmequellen der beiden Vereine, der Zibeli-Märet, die Lotto-Matches und der Hauseinzug mussten im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Massnahmen abgesagt werden. Auch für das Jahr 2021 ist die Durchführung solcher Anlässe immer noch sehr fraglich.

Darum sei die Durchführung dieses Grossanlasses, ohne ein grosses finanzielles Risiko, in der aktuellen Situation nicht möglich. «Das OK Sonnwendfeier und die beiden Clubs VCO und RCO hoffen auf eine rasche Verbesserung der Lage, um bald mit den Vorbereitungen für das Feuerwerk am 18. März 2023 beginnen zu können.» Man werde trotzdem den Mut nicht verlieren und nach vorne schauen.

«Die beiden Vereine RCO und VCO stecken weiterhin ihre volle Leidenschaft in die Sonnwendfeier und planen ein grosses Feuerwerksspektakel für die Sonnwendfeier 2023.»

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