Berner Wasserkraft: Nidau sichert sich Mitsprache
Nidau tritt dem Konsortium EVU Bern bei. Mit einem Nachkredit von 10'000 Franken positioniert sich die Stadt frühzeitig bei der Nutzung der Wasserkraft.

Die Wassernutzungskonzessionen der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) laufen im Jahr 2042 aus und müssen neu vergeben werden. Die KWO befindet sich derzeit im Eigentum der BKW, Energie Wasser Bern (ewb), der Industriellen Werke Basel (iwb) sowie der Stadt Zürich.
Der Regierungsrat des Kantons Bern hatte im Rahmen der Konzessionsstrategie Wasserkraft ursprünglich vorgesehen, ausschliesslich die bestehenden Berner Aktionärinnen zu stärken.
Diese Strategie wurde jedoch vom Grossen Rat in der Wintersession 2025 mit 108 zu 43 Stimmen bei 3 Enthaltungen zurückgewiesen. Gleichzeitig wurde der klare Auftrag erteilt, die Stellung der Berner Energieversorgungsunternehmen insgesamt zu stärken.
Strategische Beteiligung an Wasserkraft
Vor diesem Hintergrund verfolgt das Konsortium EVU Bern – bestehend aus derzeit 13 Energieversorgungsunternehmen mit über 180’000 Endkundinnen und Endkunden – das Ziel, eine breiter abgestützte Beteiligung Berner Energieversorgungsunternehmen an der KWO zu ermöglichen. Zu diesem Zweck ist vorgesehen, über eine gemeinsame Beteiligungsgesellschaft (EVU Bern AG) einen Anteil von 5 bis 10 Prozent an der KWO zu erwerben.
Der Gemeinderat beschliesst den Beitritt zum Konsortium und genehmigt dafür einen Nachkredit in der Höhe 10'000 Franken. Die Beteiligung schafft eine fundierte Grundlage, um sich frühzeitig in strategisch relevanten Fragestellungen zu positionieren, ohne dabei zukünftige Entscheide des Verwaltungsrats hinsichtlich einer allfälligen Beteiligung an der KWO AG vorwegzunehmen.










