SP

    SP Luzern fordert stärkere Suizidprävention für Männer im Kanton

    SP Luzern
    SP Luzern

    Luzern,

    Hintergrund des Postulats der SP ist die klar höhere Suizidrate bei Männern sowie die Tatsache, dass Männer bestehende Hilfsangebote wesentlich seltener nutzen.

    Mann Fenster depressiv Psyche
    In der Schweiz ist die Suizidrate bei Männern rund dreimal so hoch wie bei Frauen. (Symbolbild) - Depositphotos

    Mit einem Postulat verlangt SP-Kantonsrat Urban Sager vom Regierungsrat zu prüfen, wie die Suizidprävention im Kanton Luzern gezielt für Männer verbessert werden kann.

    Das Anliegen wird von zahlreichen mitunterzeichnenden Männern aus allen im Kantonsrat vertretenen Parteien getragen. Hintergrund ist die deutlich höhere Suizidrate bei Männern sowie die Tatsache, dass sie bestehende Hilfsangebote wesentlich seltener nutzen.

    Suizidrate bei Männern dreimal so hoch wie bei Frauen

    In der Schweiz ist die Suizidrate bei Männern rund dreimal so hoch wie bei Frauen. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus Praxis und Forschung, dass Männer psychische Belastungen oft zu spät erkennen oder nicht ansprechen und entsprechend seltener professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.

    «Psychische Probleme werden bei Männern häufig tabuisiert oder verdrängt. Das führt dazu, dass Hilfe oft erst sehr spät gesucht wird, wenn die Situation bereits eskaliert ist», sagt Urban Sager, SP-Kantonsrat aus Luzern.

    Bestehende Angebote gezielt überprüfen

    Der Kanton Luzern verfügt bereits über verschiedene Angebote im Bereich der Suizidprävention und psychischen Gesundheit. Deren Wirkung hängt jedoch stark davon ab, wie gut sie bekannt, zugänglich und auf die Zielgruppen abgestimmt sind.

    Das Postulat verlangt deshalb eine systematische Überprüfung der bestehenden Massnahmen mit Blick auf die Zielgruppe Männer. Dabei sollen insbesondere Lücken in der Prävention, Früherkennung und Intervention identifiziert sowie die Koordination und Zugänglichkeit verbessert werden.

    Männer früher zum Sprechen ermutigen

    Ein wichtiger Ansatz liegt zudem in der Sensibilisierung: «Wir müssen erreichen, dass Männer früher über psychische Belastungen sprechen und Unterstützung in Anspruch nehmen. Dazu braucht es gezielte, niederschwellige Zugänge und eine bessere Information über bestehende Angebote», so Sager.

    Das breit abgestützte Anliegen zeigt, dass das Thema Suizidprävention über Parteigrenzen hinweg hohe Relevanz hat. Das Postulat zielt darauf ab, die bestehenden Strukturen gezielt weiterzuentwickeln und wirksamer auf die Bedürfnisse von Männern auszurichten – ohne neue Parallelstrukturen zu schaffen.

    Eine verstärkte Prävention trägt dazu bei, Leid zu verhindern und Betroffene wie auch deren Angehörige nachhaltig zu entlasten.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    aa
    9 Interaktionen
    Westen als Ziel
    schmezer kolumne
    5 Interaktionen
    Schmezer

    MEHR SP

    SP vs. Mitte
    10 Interaktionen
    SP vs. Mitte
    Ostschweizer Kantonsrat will heimliche Kameras auf Nase stoppen
    10 Interaktionen
    Smart Glasses
    Flavia Wasserfallen
    32 Interaktionen
    Frauen-Fussball
    2 Interaktionen
    Poschiavo GR

    MEHR AUS STADT LUZERN

    Vater
    6 Interaktionen
    Abgelehnter Abzug
    5 Interaktionen
    Luzern
    Luzern
    1 Interaktionen
    Luzern
    Olympische Flagge Fahne Ringe
    1 Interaktionen
    Kanton Luzern