SP Luzern ergreift Referendum gegen angepasste Ladenöffnungszeiten

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    Die SP Luzern wollte die Öffnungszeiten für Hofläden klar regeln. Das Parlament fördert durch seinen Beschluss Selbstbedienungsgeschäfte und Tankstellenshops.

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    Ein Tankstellenshop. (Symbolbild) - keystone

    Die Delegierten der SP Kanton Luzern haben an der Delegiertenversammlung vom 27. Januar 2026 das Referendum gegen die vom Kantonsrat beschlossene Anpassung der Ladenöffnungszeiten beschlossen.

    Zudem haben sie die Parolen für die Abstimmungen im März gefasst: Ja zum Ausbau Lammschlucht, Ja zur Klimafonds-Initiative, Ja zur Individualbesteuerung, Nein zur Anti-SRG-Initiative und Nein zur Bargeldinitiative.

    Mit Luzia Vetterli wurde zudem eine neue hauptamtliche Richterin am Kantonsgericht zuhanden der Fraktion nominiert.

    Gegen die schleichende Totalliberalisierung der Ladenöffnungszeiten

    Am 27. Januar versammelten sich 70 Delegierte der SP Kanton Luzern im Marianischen Saal in Luzern, um über das Referendum gegen die vom Kantonsrat beschlossene Anpassung der Ladenöffnungszeiten zu entscheiden, die Parolen für die Abstimmungen am 8. März zu fassen und eine hauptamtliche Richterin am Kantonsgericht zuhanden der Fraktion zu nominieren.

    Die Delegierten der SP Kanton Luzern beschlossen, das Referendum gegen die schleichende Totalliberalisierung der Ladenöffnungszeiten zu ergreifen. Unter dem Vorwand, Hofläden zu legalisieren, bringt das von Mitte, FDP und GLP ausgehöhlte Ruhetags- und Ladenöffnungsgesetz mehr Sonntagsarbeit und fördert Verkaufsläden, die auf ihr Personal verzichten.

    Simone Brunner, Fraktionspräsidentin: «Wir wollten die Öffnungszeiten der Hofläden von Bäuerinnen und Bauern klar regeln. Stattdessen hat das Parlament eine weitgehende Lockerung für Selbstbedienungsgeschäfte und Tankstellenshops beschlossen. Damit sind wir nicht einverstanden und ergreifen das Referendum.»

    Knappes Ja für Individualbesteuerung

    Zudem fassten die Delegierten einstimmig die Ja-Parolen für den Ausbau Lammschlucht und für die Klimafonds-Initiative. Für die Individualbesteuerung beschlossen sie die Ja-Parole mit drei Enthaltungen. Die Delegierten sagen hingegen deutlich Nein zur Anti-SRG-Initiative und Nein zur Bargeldinitiative und dort Ja zum direkten Gegenentwurf.

    An der Delegiertenversammlung wurde Luzia Vetterli als hauptamtliche Richterin am Kantonsgericht für den Rest der Amtsdauer 2025 bis 2029 zuhanden der Fraktion nominiert.

    Kommentare

    User #2079 (nicht angemeldet)

    Das sind die Totengräber des Detailhandels und in keiner Weise im Sinn der Arbeitnehmer. Bsp Agrovision muss Leute entlassen, weil Läden geschlossen werden. Der Rest geht an den Bahnhof (Coop am Sonntag) oder die umliegenden Kantone, wenn nicht sogar online bestellt wird.

    User #3382 (nicht angemeldet)

    Wenn SP dagegen ist, bin ich dafür.

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