SP Luzern: Bibliotheks- und Leseförderung stärken

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Die SP Kanton Luzern will die Bibliotheks- und Leseförderung stärken. In der Januarsession des Kantonsrats reicht sie ein entsprechendes Postulat ein.

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Die erste öffentliche Bibliothek der Welt eröffnete im Jahr 1492 in Cesena, Italien. (Symbolbild) - Pixabay

Die SP Kanton Luzern reicht in der Januarsession des Kantonsrats ein Postulat zur Stärkung der Bibliotheks- und Leseförderung ein.

Damit soll die kantonale Unterstützung für Gemeinde-, Schul- und Regionalbibliotheken verbessert werden. Im Fokus steht die Wiedereinführung von Beratung, Vernetzung und Aus- und Weiterbildung des Bibliothekspersonals.

Bibliotheken sind niederschwellige Bildungsorte

Lesekompetenz ist eine Schlüsselkompetenz für Bildungserfolg und gesellschaftliche Teilhabe. Gerade angesichts rückläufiger Lese- und Sprachkompetenzen kommt der frühen und altersgerechten Leseförderung eine zentrale Bedeutung zu.

Gemeinde-, Schul- und Regionalbibliotheken leisten dafür einen unverzichtbaren Beitrag. Sie sind niederschwellige Bildungs- und Begegnungsorte, fördern selbstbestimmtes Lesen und unterstützen Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen.

«Bibliotheken sind weit mehr als Ausleihstellen für Bücher. Sie sind niederschwellige Bildungsorte und wichtige Partnerinnen der Schulen», betont die Postulantin Anja Meier, SP-Kantonsrätin aus Willisau.

Kantonale Unterstützung aktuell unzureichend

Die Bibliotheks- und Leseförderung im Kanton Luzern steht derzeit vor grossen Herausforderungen. Viele Bibliotheken arbeiten mit knappen Ressourcen, insbesondere kleinere Gemeinde- und Schulbibliotheken sind stark auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Gleichzeitig fehlt es an kantonsweit koordinierter Beratung, Vernetzung und an bedarfsgerechten Aus- und Weiterbildungsangeboten für das Bibliothekspersonal.

Dabei wäre der Auftrag klar geregelt: Das kantonale Bibliotheksgesetz verpflichtet den Kanton, die Gemeinden in Bibliotheksfragen zu beraten und für Aus- und Weiterbildung zu sorgen. In den letzten Jahren wurden entsprechende Strukturen jedoch schrittweise abgebaut, zentrale Angebote sind heute nicht mehr verfügbar.

Postulat fordert konkrete Stärkung der Rahmenbedingungen

Mit dem eingereichten Postulat fordert die SP den Regierungsrat auf, die Rahmenbedingungen für die Bibliotheks- und Leseförderung im Kanton Luzern zu verbessern.

Im Zentrum stehen die Wiedereinführung einer kantonalen Anlaufstelle für Bibliotheks- und Leseförderung, eine bessere Vernetzung der Bibliotheken sowie die Sicherstellung eines bedarfsgerechten Aus- und Weiterbildungsangebots für das Bibliothekspersonal.

«Wenn wir Leseförderung ernst nehmen, braucht es auch auf kantonaler Ebene klare Verantwortung und funktionierende Unterstützungsstrukturen», so Anja Meier. «Das Postulat setzt genau dort an und stärkt Bibliotheken als wichtige Pfeiler der Bildungsgerechtigkeit im Kanton Luzern.»

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