Kanton Luzern: SP will Tempo 30 vor Schulhäusern zu Stosszeiten
Im Kanton Luzern soll der Regierungsrat prüfen, ob temporäre Tempo-30-Zonen vor Schulen und Spitälern systematischer angeordnet werden. Das fordert die SP.

Mit einem Vorstoss im Kantonsrat fordert SP-Kantonsrätin Caroline Rey zusammen mit Mitunterzeichnenden, dass der Kanton Luzern prüft, wie temporäre Tempo-30-Massnahmen gezielter und systematischer für die Förderung der Verkehrssicherheit und zum Lärmschutz eingesetzt werden können. Im Fokus stehen insbesondere Schulhäuser, Betreuungseinrichtungen, Spitäler und dicht besiedelte Gebiete mit erhöhten Lärmimmissionen.
Mit dem bevorstehenden Schulstart sind wieder zahlreiche Kinder zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs. Gerade vor Schulbeginn, über den Mittag und nach Schulschluss steigt das Sicherheitsrisiko auf den Schulwegen. Temporäre Geschwindigkeitsreduktionen ermöglichen es, genau zu diesen Zeiten für mehr Sicherheit zu sorgen.
Der Regierungsrat soll prüfen, nach welchen Kriterien solche zeitlich begrenzten Tempo-30-Massnahmen proaktiv angeordnet werden können. Zudem soll untersucht werden, wie diese Instrumente auch für einen wirksamen und verhältnismässigen Schutz vor Verkehrslärm besser genutzt werden können.
Rechtliche Grundlagen bestehen bereits
Die rechtlichen Grundlagen für zeitlich begrenzte Temporeduktionen bestehen bereits heute. Die Dienststelle Verkehr und Infrastruktur kann entsprechende Massnahmen auf Gesuch von Gemeinden oder von Amtes wegen prüfen. Offen ist jedoch, ob die bestehenden Möglichkeiten im ganzen Kanton ausreichend bekannt sind und konsequent genutzt werden.
Ähnlich sieht dies auch Manuela Jost-Schmidiger von der Mitte, welche mit ihrem Vorstoss Pilotversuche in ausgewählten Luzerner Gemeinden fordert. Dabei soll geprüft werden, wie temporäre Geschwindigkeitsreduktionen rund um Schulhäuser konkret umgesetzt werden können.
«Kinder brauchen sichere Schulwege. Temporäre Tempo-30-Zonen sind eine einfache und verhältnismässige Möglichkeit, die Sicherheit genau dann zu erhöhen, wenn besonders viele gefährdete Verkehrsteilnehmende unterwegs sind», hält Caroline Rey fest. Gleichzeitig können solche Massnahmen auch dazu beitragen, die Bevölkerung gezielt vor übermässigem Verkehrslärm zu schützen.










