Der Kanton Tessin bleibt auch im kommenden Jahr in den roten Zahlen: Der Regierungsrat rechnet in seinem Voranschlag 2022 mit einem Defizit von 135,3 Millionen.
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Ein Dorf im Tessin (Symbolbild). - sda

Der Kanton Tessin bleibt auch im kommenden Jahr in den roten Zahlen: Der Regierungsrat rechnet in seinem Voranschlag 2022 mit einem Defizit von 135,3 Millionen Franken. Die Regierung begründet das Defizit mit einem Anstieg von Transferleistungen in Kombination mit einem von der Pandemie gebremsten Wirtschaftswachstum.

Im Budget 2022 rechnet die Regierung mit einem Eigenfinanzierungswert von 72,4 Millionen Franken. Der Eigenfinanzierungsgrad beläuft sich gemäss Communiqué auf 26,9 Prozent.

Die Zunahme der laufenden Ausgaben gegenüber dem Haushaltsplan 2021 sei hauptsächlich auf den Anstieg von Transferleistungen zurückzuführen, schreibt die Regierung in ihrer Mitteilung vom Donnerstag. Zudem stiegen auch die Personalkosten an. Insbesondere im Bildungsbereich rechnet die Regierung 2022 mit steigenden Kosten.

Die Erhöhung des kantonalen Anteils an den Gewinnen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und die verbesserten Wirtschaftsprognosen führten zwar zu Mehreinnahmen im Vergleich zu 2021, schreibt die Regierung weiter. Jedoch werde das Wirtschaftswachstum durch die Pandemie stark verzögert. Diese Verzögerung könne kurzfristig nur schwer wieder aufgeholt werden.

Die Krise werde auch in den kommenden Jahren noch ihre Spuren in den Kantonsfinanzen hinterlassen, hält die Regierung weiter fest. Um die Finanzen wieder ins Gleichgewicht zu bringen, sei «ein aktives politisches Eingreifen erforderlich», heisst es abschliessend.

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