Die Stadt Liestal schliesst die Erfolgsrechnung mit einem Erfolg von null Franken ab.
Franken Geldscheine
Ein Stapel Geldscheine. - Keystone

Die grosse Abweichung zum budgetierten Verlust von 5,7 Millionen Franken lässt sich auf zwei Faktoren zurückführen. Erstens haben sich die Wirtschaft und damit auch die Steuereinnahmen deutlich robuster entwickelt als im ersten Corona-Jahr 2020 angenommen, in dem das Budget erstellt wurde (plus 3,6 Millionen Franken versus BU21).

Zweiter Faktor sind die wesentlich tieferen Sozialhilfekosten (minus 2,7 Millionen Franken versus BU21). Die damals prognostizierte Erhöhung der Sozialhilfekosten um zehn Prozent trat auch dank der grosszügigen Stützungsmassnahmen des Bundes und des Kantons nicht ein. Hinzu kommt, dass wesentlich mehr Personen aus der Sozialhilfe abgelöst werden konnten und die Sozialhilfequote in Liestal sank.

Trotz des wesentlich besseren Ergebnisses der Erfolgsrechnung wird bei einem Steuerfuss von 65 Prozent eine Selbstfinanzierung von lediglich 3,8 Millionen Franken erzielt (Zielwert sechs Millionen Franken). Die errechnete Selbstfinanzierung reicht knapp aus, um die getätigten Nettoinvestitionen von 3,6 Millionen Franken (BU21 6,2 Millionen Franken) aus eigener Kraft zu finanzieren.

Dennoch musste die Stadt sich weiter verschulden (plus 3,9 Millionen Franken auf 50,9 Millionen Franken). Der Stadtrat wird daher die Massnahmen der Aufgabenüberprüfung weiterhin konsequent umsetzen, um die angestrebte Selbstfinanzierung von sechs Millionen Franken zu erreichen, die eine nachhaltige Investitionspolitik ermöglicht.

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