Krieg

USA und Israel greifen Iran an – Iran reagiert heftig

Israel und die USA greifen gemeinsam den Iran an. Die neusten Entwicklungen gibt es hier im Liveticker auf Nau.ch.

Jerusalem
Die Lage in Nahost ist eskaliert. Hier treffen Raketen in Jerusalem ein. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Israel hat am Samstagmorgen einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet.
  • Die USA beteiligen sich gemäss übereinstimmenden Medienberichten am Angriff.
  • Alle aktuellen Entwicklungen gibt es hier im Liveticker.

Die USA und Israel haben am Samstagmorgen gemeinsam den Iran angegrifen. US-Präsident Donald Trump bestätigt die US-Beteiligung an den Einsätzen. Israel seinerseits spricht von einem Präventivschlag.

Alle Entwicklungen gibt es hier im Liveticker:

Kiewer Aussenministerium: Stehen an der Seite des iranischen Volks

12.41: Nach Angriffen Israels und der USA auf Ziele im Iran hat die Ukraine ihre Unterstützung für das iranische Volk betont. Die iranische Führung habe Möglichkeiten für Diplomatie ignoriert, teilte das Kiewer Aussenministerium auf der Plattform X mit.

Der Grund für die derzeitigen Ereignisse sei die Gewalt und Willkür der iranischen Führung, insbesondere die Tötungen und Repressionen gegen friedliche Demonstranten, die in den letzten Monaten besonders gross geworden seien.

London warnt vor Eskalation

12.38: Nach Beginn der jüngsten amerikanisch-israelischen Militärschläge gegen den Iran hat die britische Regierung vor einer Eskalation des Konflikts gewarnt. Premierminister Keir Starmer berief am Vormittag eine Sitzung des nationalen Krisenstabs Cobra ein, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete.

Keir Starmer
Keir Starmer - keystone

London wolle «keine weitere Eskalation zu einem weiteren regionalen Konflikt sehen», zitierte PA einen Regierungssprecher. Iran dürfe niemals Atomwaffen entwickeln, deswegen habe man stets Bemühungen um eine Verhandlungslösung unterstützt, so der Sprecher weiter.

Iran: Zahl der Todesopfer in Mädchenschule auf 24 gestiegen

12.20: Bei einem Raketenangriff im Süden Irans ist die Zahl der getöteten Schülerinnen in einer Grundschule nach iranischen Angaben auf mindestens 24 gestiegen.

Der staatliche Rundfunk bezog sich bei seiner Meldung auf den Landrat in dem betroffenen Kreis Minab.

Iran startet weitere Angriffe auf Israel

12.15: Wie das Israelische Heimatschutzkommando auf X schreibt, hat der Iran neue Raketenangriffe auf Zentralisrael gestartet.

Zudem sei ein weiterer Bombenanschlag auf den Flughafen Erbil der Region Kurdistan im Irak verübt worden.

Von der Leyen: Entwicklung im Iran äusserst besorgniserregend

12.05: Nach den Angriffen Israels und der USA auf Ziele im Iran hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Entwicklung als «äusserst besorgniserregend» bezeichnet. «Wir rufen alle Parteien auf zu grösstmöglicher Zurückhaltung, Zivilisten zu schützen und das Völkerrecht zu achten», schrieb sie auf X.

Die EU setze weiter auf Stabilität und Diplomatie. EU-Ratspräsident António Costa erklärte, die EU werde EU-Bürger in der Region unterstützen und rief ebenfalls zu Zurückhaltung auf.

Ursula
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. - keystone

EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnete die Lage im Nahen Osten als «gefährlich». Sie habe mit Israels Aussenminister und weiteren Ministern in der Region gesprochen, schrieb sie auf X. Die EU arbeite zudem eng mit arabischen Partnern zusammen, um diplomatische Wege auszuloten. Die EU-Marineoperation «Aspides» im Roten Meer bleibe «in höchster Alarmbereitschaft» und stehe bereit, «um die Durchgängigkeit des Seewegs zu sichern».

Fünf Schülerinnen bei Raketenangriff getötet

11.50: Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens fünf Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den dortigen Vizegouverneur.

«Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs», hiess es in dem Bericht. Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmassnahmen für die Schülerinnen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte.

Ein Verletzter in Israel nach iranischem Angriff

11.46: In Israel ist ein Mann bei einem iranischen Raketenangriff verletzt worden. Er sei durch eine Druckwelle nach einem Einschlag leicht verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Zudem hätten sich auch Menschen auf dem Weg in Schutzräume verletzt. Den Angaben zufolge wurden auch Personen wegen Angstzuständen behandelt.

Israel
Israelis im Schutzraum. - keystone

Nach der Ankündigung iranischer Gegenangriffe hat es Medienberichten zufolge vereinzelte Einschläge in Israel gegeben. Die Polizei habe Granatsplitter in Jerusalem und in der Stadt Beit Schemesch beseitigt, schrieb der israelische Rettungsdienst Magen David Adom auf der Plattform X. Ein Gebäude in der Stadt Tirat Carmel südlich von Haifa sei beschädigt worden.

11.40: Israel will für den neuen Krieg mit dem Iran rund 70.000 Reservisten einberufen. Ein israelischer Militärvertreter sagte, die meisten gehörten zur Luftverteidigung und zum Heimatschutzkommando. «Es wird aber auch eine starke Präsenz an unseren Grenzen geben», sagte er Journalisten.

Die Armee sei auf «verschiedene Szenarien» vorbereitet, mit Blick auf die Grenzverteidigung sowie auf mögliche Angriffe von Verbündeten des Irans auf Israel. Auf die Frage, wie lange der neue Militäreinsatz dauern werde, sagte er: «So lange wie notwendig».

Angriff galt wohl auch Chamenei

11.35: Die Angriffe in Teheran galten offenbar auch dem iranischen Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei, wie israelische Medien berichten. Israel und die USA sollen versucht haben, den Führer Irans dabei zu töten.

Ali Chamenei
Ali Chamenei, geistliches Oberhaupt des Iran, hat Israel mit Vergeltung gedroht. Das Land müsse mit einer «harten Bestrafung» rechnen, so Chamenei. - dpa

Die iranische Nachrichtenagentur Isna meldete, dass eine der Rauchsäulen in der Nähe eines Viertels im Zentrum zu sehen sei, in dem sich die Residenz des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, sowie das Präsidentenamt befinden.

Chamenei hat sich bisher noch nicht zu Angriffe geäussert. Er sei jedoch an einem sicheren Ort, so iranische Medien.

Wohl mehrere Top-Politiker im Iran getötet

11.10: Eine iranische Quelle hat der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, dass mehrere hochrangige Vertreter der iranischen Revolutionsgarden und mehrere Top-Politiker bei den Angriffen getötet worden sein. Diese Info ist noch unbestätigt.

Iran: Vier US-Stützpunkte in der Region angegriffen

10.50: Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert.

Unter den Zielen war der Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar, der Stützpunkt Al-Salem in Kuwait, der Luftwaffenstützpunkt Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Flotte in Bahrain, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete.

Iran fordert Handeln der internationalen Gemeinschaft

10.47: Der Iran hat die Weltgemeinschaft angesichts der Angriffe der USA und Israels zum Handeln aufgefordert. In einer Mitteilung des Aussenministeriums forderte die Regierung in Teheran die Vereinten Nationen und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die Attacken zu verurteilen und Massnahmen zu ergreifen.

Die Sicherheit der Region und der Welt seien einer beispiellosen Bedrohung ausgesetzt, hiess es.

Iran greift US-Basis in Bahrain an

10.21: Der Konflikt weitet sich aus. Nach Angaben aus Bahrain wurde eine Basis der US-Marine mit Raketen attackiert. Der Iran bestätigte, dass Teheran dahintersteckt.

Bahrain
Ein Satellitenbild der US-Basis in Bahrain, die vom Iran angegriffen wurde. - keystone

Auch in der Hauptstadt Manama wurden Explosionen gemeldet, ein Zusammenhang ist nicht unwahrscheinlich, aber noch nicht bestätigt.

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate machen jetzt ihren Luftraum dicht. In Abu Dhabi soll es ebenfalls zu Explosionen gekommen sein. Die Hintergründe sind noch unklar.

Schweiz hat Botschaftspersonal im Iran leicht reduziert

10.05: Das Schweizer Botschaftspersonal sei in den letzten Tagen von 14 auf 10 Personen reduziert worden, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Samstagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Die Botschafterin Nadine Olivieri Lozano sei vor Ort und die Botschaft sei derzeit «operationell». Auch die Schweizer Botschaft in Tel Aviv in Israel bleibe in Betrieb. Nähere Angaben, auch zu konkreten Massnahmen und Vorkehrungen zum Schutz des Personals, machte das EDA nicht.

Panik in Teheran: Massen flüchten aus der Stadt

09.46: In der Millionenmetropole Teheran bilden sich nach den Angriffen durch Israel und die USA lange Schlangen an den Tankstellen. Massen versuchten, die Hauptstadt zu verlassen, wie Augenzeugen berichteten.

Teheran
In Teheran haben sich an Tankstellen lange Schlangen gebildet. - keystone

Läden waren vielerorts geschlossen. Im Norden der lebendigen Metropole herrschte gespenstische Stille. Teheran ist Ziel mehrerer Angriffswellen.

Bund rät von Reisen nach Israel ab

09.27: Nach der Eskalation in Nahost in der Nacht auf Samstag rät der Bund von Reisen nach Israel ab. Für den Iran gilt derselbe Hinweis bereits seit einiger Zeit.

Die Entwicklung der Lage sei ungewiss, heisst es. Schweizer Staatsangehörige, die sich in Israel aufhalten, werden vom EDA darauf hingewiesen, dass sie die kommerziellen Transportmittel nutzen sollen, wenn sie das Land verlassen möchten. Der Entscheid zur Ausreise erfolge freiwillig, auf eigenes Risiko und auf eigene Kosten.

Von Reisen in den Iran hatte das EDA bereits zuvor abgeraten.

Iran startet Gegenangriff

09.17: Der Gegenschlag scheint zu starten. Israel vekündete, dass iranische Raketen auf dem Weg seien.

Tel Aviv
Die Menschen in Tel Aviv bringen sich in Sicherheit. - keystone

Die Warnmeldungen des israelischen Heimatfrontkommandos heulten zunächst vor allem in den nördlichen Gebieten Israels auf. Auch aus der jordanischen Hauptstadt Amman wurden Sirenen gemeldet.

Israel nennt Operation gegen Iran «Brüllen des Löwen»

09.10: Israel hat der neuen Militäroperation gegen den Iran nach Medienberichten den Namen «Brüllen des Löwen» gegeben. Bereits den Krieg gegen den Iran im vergangenen Jahr hatte Israel nach dem Raubtier benannt.

Damals lautete der Name der Operation «Rising Lion» – auf Deutsch: Operation sich erhebender Löwe. Die Bezeichnung bezieht sich auf eine Stelle in der Bibel, in der es unter anderem heisst: «Siehe, ein Volk erhebt sich wie ein junger Löwe.»

Israels Luftraum für zivile Flüge geschlossen

08.47: Nach Israels Angriff auf Ziele im Iran ist der Luftraum über Israel in Erwartung eines iranischen Gegenschlags bis auf weiteres geschlossen worden. Verkehrsministerin Miri Regev habe die zivile Luftfahrtbehörde angewiesen, den Luftraumraum für zivile Flüge zu schliessen, teilte die israelische Flughafenbehörde mit.

Miri Regev
Israels Verkehrsministerin Miri Regev. - keystone

Grund sei die Sicherheitslage. Reisende seien angewiesen, vorerst nicht zum Flughafen zu kommen. Passagiere im Ausland sollten die Fluginformationen über Medien und die verschiedenen Fluggesellschaften verfolgen.

Trump bestätigt US-Beteiligung an «Kampfeinsätzen»

08.40: US-Präsident Trump bestätigte, dass das US-Militär «umfangreiche Kampfeinsätze» im Iran begonnen hat. Er veröffentlichte dazu ein achtminütiges Video auf Truth Social.

«Vor kurzem hat das US-Militär eine grössere Kampfoperation im Iran begonnen. Unser Ziel ist es, das amerikanische Volk zu verteidigen, indem wir die Bedrohungen durch das iranische Regime beseitigen», sagte Trump.

Iran droht mit drastischen Worten mit Vergeltung

08.33: Der Iran hat nach Beginn der Angriffe Israels und seines Verbündeten USA mit drastischen Worten reagiert. «Wir haben Euch gewarnt. Nun habt Ihr einen Weg eingeschlagen, dessen Ausgang nicht mehr in Eurer Hand liegt», sagte der Leiter der Sicherheitskommission, Ebrahim Azizi.

Teheran
Bilder aus Teheran zeigen die Einschläge der Angriffe von Israel und den USA. - keystone

Irans Präsident Massud Peseschkian hatte mit einem «umfassenden Krieg» gedroht, sollte Chamenei attackiert werden.

Explosionen aus weiteren Städten gemeldet

08.15: Die iranische Nachrichtenagentur Fars vermeldet Explosionen in weiteren iranischen Städten. Genannt werden Isfahan, Karadsch und Kermanschah.

In Teheran wurde nach Augenzeugenberichten unter anderem die Residenz von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getroffen. Er selbst habe sich aber vermutlich in Sicherheit gebracht.

Die USA beteiligt sich an Israel-Angriff gegen Iran

07.55: Das «Wall Street Journal» berichtete, dass sich an dem Militärschlag auf den Iran auch die USA beteiligen und ebenfalls Angriffe durchgeführt wurden. Dies unter Berufung auf einen US-Beamten.

Teheran
Über Teheran waren vielerorts Rauchsäulen zu sehen. - keystone

Die US-Botschaft in Katar verhängte für alle Mitarbeiter eine Ausgangssperre, schrieb «Al Jazeera». Es wurde allen US-Bürgern empfohlen, Schutz zu suchen.

Angriff wird als Präventivschlag bezeichnet

07.30: Der Präventivschlag gegen den Iran gestartet, soll Bedrohungen für Israel beseitigen, erläuterte Verteidigungsminister Katz.

«Der Staat Israel hat einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet, um Bedrohungen für den Staat Israel zu beseitigen. Infolgedessen wird in unmittelbarer Zukunft ein Raketen- und Drohnenangriff auf den Staat Israel und seine Zivilbevölkerung erwartet», sagte Katz.

In ganz Israel heulten gleichzeitig mit dem Angriff im Iran Sirenen auf, da ein Gegenangriff aus dem Iran erwartet wird.

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