Elektrizitätsversorgung soll in SWL AG integriert werden
Die Gemeinde Rupperswil plant eine Integration ihrer Elektrizitätsversorgung in die SWL Energie AG per Januar 2027. Ein Zusammenschluss hätte mehrere Vorteile.

Wie die Gemeinde Rupperswil mitteilt, plant sie eine Integration ihrer Elektrizitätsversorgung in die SWL Energie AG per Januar 2027.
Ziel ist es, die Stromversorgung der Gemeinde langfristig zu stärken und den wachsenden Anforderungen im Elektrizitätsmarkt gemeinsam mit einem regional verankerten Energieversorgungsunternehmen zu begegnen.
Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am 26. Juni 2026 unterzeichnet.
Hintergrund: Steigende Anforderungen in mehreren Bereichen
Die Elektrizitätsversorgung Rupperswil ist ein unselbstständiges öffentlich-rechtliches Unternehmen der Einwohnergemeinde Rupperswil und versorgt die Gemeinde auf den Netzebenen 5, 6 und 7 mit Elektrizität.
Die Leistungserbringung erfolgt heute durch einen eigenen Mitarbeiter sowie durch externe Dienstleister, unter anderem die SWL Energie AG.
Vor dem Hintergrund der steigenden regulatorischen, technischen und wirtschaftlichen Anforderungen beabsichtigen die Gemeinde Rupperswil und die SWL Energie AG, die Aktiven und Passiven der Elektrizitätsversorgung Rupperswil mittels Sacheinlage in die SWL Energie AG einzubringen.
Gleichzeitig soll das Arbeitsverhältnis des bisherigen Mitarbeiters auf die SWL Energie AG übergehen.
Fit für die Energiezukunft
Die Energiebranche befindet sich im Wandel. Die Energiewende, die Digitalisierung der Netze, steigende Anforderungen an die Versorgungssicherheit sowie zunehmende regulatorische Vorgaben verlangen nach spezialisierten Strukturen und breitem Fachwissen.
Mit der Integration in die SWL Energie AG kann die Gemeinde Rupperswil diese Herausforderungen gemeinsam mit einem starken regionalen Partner bewältigen. Gleichzeitig bleibt die Stromversorgung für die Bevölkerung zuverlässig und zukunftsorientiert.
Vorteile für Bevölkerung und Gemeinde
Mit dem Zusammenschluss ergeben sich zahlreiche Vorteile: Langfristig wird eine zuverlässige und qualitativ hochwertige Stromversorgung gesichert. Es besteht Zugang zu umfassendem technischem und energiewirtschaftlichem Fachwissen. Durch Nutzung von Synergien steigt die Effizienz der Betriebs- und Verwaltungsprozesse.
Für Investitionen in die Energieinfrastruktur und die Energiewende werden die Voraussetzungen deutlich besser. Die Gemeinde wird von komplexen strategischen und operativen Aufgaben im liberalisierten Energiemarkt entlastet, die regionale Zusammenarbeit und eines leistungsfähigen Energieversorgers gestärkt. Der bestehende Mitarbeiter wird übernommen und wertvolles Know-how gesichert.
Kompetenzn bündeln und Synergien nutzen
Für die Kunden stehen Kontinuität und Versorgungssicherheit im Vordergrund. Der Betrieb wird durch ein erfahrenes regionales Energieunternehmen sichergestellt.
«Mit diesem Schritt schaffen wir die Voraussetzungen, damit unsere Bevölkerung auch künftig von einer sicheren, wirtschaftlichen und modernen Stromversorgung profitieren kann. Gleichzeitig entlasten wir die Gemeinde von zunehmend komplexen Aufgaben im Energiemarkt», so Raphael Wyder, Vizeammann von Rupperswil.
Christina Bachmann-Roth, Vizepräsidentin, ergänzt: «Wir freuen uns, die Gemeinde Rupperswil als mögliche neue Partnerin begrüssen zu dürfen. Gemeinsam bündeln wir Kompetenzen, nutzen Synergien und investieren langfristig in eine nachhaltige und sichere Energieversorgung für die Region.»
Weiteres Vorgehen
In den kommenden Monaten werden die Beteiligungsverhältnisse ermittelt und die vertraglichen sowie finanziellen Rahmenbedingungen für den Zusammenschluss ausgearbeitet.
Die Stimmberechtigten der Einwohnergemeinde Rupperswil entscheiden voraussichtlich im November 2026 über den Zusammenschluss. Bei einer Zustimmung soll die Integration anschliessend per 1. Januar 2027 umgesetzt werden.









