FC Langenthal dreht Spiel spät und siegt 4:2
Der FC Langenthal schlägt Münsingen trotz schwacher Leistung dank starker Schlussphase. Die Gäste waren lange besser – und stehen am Ende doch ohne Punkte da.

Wie der FC Langenthal mitteilt, gewinnt der FCL dank eines Finale furioso gegen den FC Münsingen nach einem 1:2-Rückstand noch mit 4:2. Der Sieg kam nach einer über weite Strecken enttäuschenden Leistung, sehr, sehr glücklich zu Stande.
Der FC Münsingen hatte das bittere Ende keineswegs verdient, waren sie doch über weite Strecken die aktivere, homogenere Mannschaft mit einem klaren Chancenplus. Der FCL konnte jedoch in den Schlussminuten der Partie zulegen und die Wende herbeiführen.
Die erste, torlose Halbzeit, sah einen dominierenden Gast aus dem Aaretal, welcher mit einem Pfosten-und einem Lattenschuss die besten Torchancen zu verzeichnen hatte. Es war der wirblige und wieselflinke Aussenläufer Matti Forrer, welche bei beiden Szenen den Pechvogel mimte und die Langenthaler mit seinen Aktionen immer wieder in Verlegenheit brachte.
Offensiv waren die Gelb-Blauen bis zur Pause quasi inexistent. Ein Freistoss von Captain Mehmet Yigit, ein harmloser Abschluss von Sead Ahmeti, viel mehr war da nicht.
Späte Tore und zerbrochene Serie
Völlig entgegen dem Spielverlauf, gingen die Langenthaler dann in der 47. Minute in Führung, als Georgino M'Vondo-Ze den Gäste-Goalie Timon Hunziker düpieren konnte. Doch Münsingen schlug keine zehn Minuten zurück und beendete mit dem 1:1 die lange Unversehrtheit der FCL-Defensivabteilung.
Etwas mehr als 500 Spielminuten, hatte der FCL bis zum Tor von Leotrim Dushica, keinen Gegentreffer mehr erhalten. Die Athmosphäre auf dem Spielfeld wurde nun in der Folge etwas giftiger, es gab einiges zu tun für den Unparteiischen. Dieser löste aber auch eine kleine Rudelbildung mit viel Cleverness und Ruhe.
Lange Zeit sah es danach aus, als würde sich nicht mehr viel Zählbares ergeben. Das Geschehen spielte sich in der Mittelzone ab und beide Teams konnten den Gegner jeweils vom Tor fernhalten.
Urplötzlich schlug es in der 82. Minute erneut im Kasten der Langenthaler ein und Münsingen schnupperte mit dem 2:1-Führungstor an einer faustdicken Überrschung. Der FC Langenthal versuchte sofort zu reagieren. Erst scheiterte «Gino» M'Vondo-Ze zwar noch bei seinem Abschluss, aber zwei Minuten später war der schlaksige Stürmer dann doch noch erfolgreich und netzte zum 2:2 ein.
Effizienz in der Nachspielzeit entscheidet
Die nun euphorisierten Gastgeber schalteten den Turbo noch einmal hoch. Nach dem 3:2 von Einwechselspieler Paolo Arrivas, welches mit gütiger Mithilfe des Gäste-Goalies zustande kam, gab es beim FCL kein Halten mehr.
In der Nachspielzeit erhöhte der gleiche Akteur gar noch auf 4:2. Welch brutales Ende für die Münsinger, welche wohl eines ihrer besten Auswärtsspiele der Saison gezeigt hatten und am Ende trotzdem mit leeren Händen dastanden.
Der FCL-Sieg täuscht aber über eine insgesamt schwache Leistung hinweg. Langenthal zeigte sich am Gründonnerstag Abend defensiv anfällig, behäbig und unpräzis im Spielaufbau.
Lange Zeit waren die Einheimischen mit angezogener Handbremse und offensiv ideenlos unterwegs. Da gilt es sicher nach Ostern den Hebel anzusetzen, denn immer wird eine solche Wende in den Schlussminuten nicht gelingen.









