Skurrile Vorwürfe eines ehemaligen Verwaltungsrats von Thermoplan: Der CEO soll die Inhaber der Firma gefoltert haben. Dieser weist die Vorwürfe zurück.
Thermoplan AG
Gegen den CEO der Thermoplan AG wurden Foltervorwürfe erhoben. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Eigentümer von Thermoplan sollen angeblich vom CEO gefoltert worden sein.
  • Ein ehemaliges Verwaltungsmitglied hat deshalb Anzeige erstattet.
  • Auch Thermoplan reichte eine Anzeige gegen das Kadermitglied ein.

Ein ehemaliges Mitglied des Verwaltungsrats hat gegen den CEO des Kaffeemaschinenherstellers Thermoplan AG Foltervorwürfe erhoben. Die Anschuldigungen wurden jedoch durch den CEO und die scheinbaren Gefolterten abgewiesen.

So reichten beide Seiten eine Anzeige bei der Luzerner Polizei ein. Die Onlineplattform «Pilatus Today» berichtete über den Fall.

Laut den Vorwürfen soll der CEO, die Eigentümer des Unternehmens, gefoltert haben. Ausserdem sei das Ehepaar angeblich mit Gift versklavt worden. So hat das Paar ihm 20 Prozent der Thermoplan-Aktie übertragen. Das Gift, das er ihnen verabreichte, soll dazu führen, dass die Gefolterten den Vorfall vergessen.

Thermoplan AG
Das Verwaltungsmitglied hat die Vorwürfe gegen die Thermoplan AG notariell festgehalten und in Weggis LU (Bild) verbreitet. - Keystone

Das ehemalige Verwaltungsratsmitglied hat seine Vorwürfe in eine mehrseitige, notariell beglaubigte Urkunde festgehalten und in Weggis LU verbreitet. Thermoplan reagierte mit einem Schreiben an die lokale Bevölkerung. «Pilatus Today» publizierte beide Schreiben.

Thermoplan zeigt Kadermitglied an

In dem vom CEO und dem Eigentümer-Ehepaar unterzeichneten Schreiben weist die Firma die Foltervorwürfe zurück. Die Anschuldigungen seien haltlos und beängstigend. Es sei eine langfristige Strategie gewesen, den CEO am Unternehmen zu beteiligen.

Das ehemalige Verwaltungsratsmitglied reichte gegen den CEO Strafanzeige ein, Thermoplan seinerseits gegen das ehemalige Kadermitglied. Die Staatsanwaltschaft Luzern bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA den Eingang der Anzeigen. Zu deren Inhalt machte sie keine Angaben.

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