Küsnacht (ZH)

Nach 3:0-Traumstart: Küsnacht rettet Remis gegen Herrliberg

FC Küsnacht
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Goldküste,

Nach einer furiosen 3:0-Führung zur Pause gibt der FC Küsnacht das Spiel gegen starke Herrliberger noch aus der Hand. Am Ende teilen sich die Teams die Punkte.

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In der 1. Halbzeit war Küsnacht noch des Öfteren im Angriff, hier durch Luis Welti. - Marcel von Allmen

Nachdem Küsnacht die erste halbe Stunde dominierte und zur Pause 3:0 in Führung lag, war Herrliberg danach spielbestimmend, was in einem 3:3-Unentschieden endete, berichtet der FC Küsnacht.

In der siebten Minute dribbelte sich Danijl Lytovchencho über links in den Strafraum und behielt die Übersicht, im Rückraum auf dem Elfmeterpunkt Julien Frei anzuspielen, welcher sicher abschloss. Nur drei Minuten später wurde im Herrliberger im Anschluss an einen Eckball ein Gelbschwarzer «abgeschossen», wonach das Spielobjekt ins Netz kullerte.

Erinnern konnte sich Keiner, Bauchschmerzen verspürte auch Niemand, womit das 2:0 höherer Macht zugesprochen wurde. Nach einer halben Stunde trat Lytovchenko einen Eckball, welcher zunächst abgewehrt wurde, seine nachfolgende Flanke aber den Kopf von Mattia Spiniello fand, welcher haargenau ins Lattenkreuz traf.

Favorit Herrliberg erhöht den Druck

Die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen. Bis zu diesem Zeitpunkt gewannen die Küsnachter die Mehrheit der Zweikämpfe, waren tendenziell bissiger. Dies liessen dann die klar favorisierten Gäste nicht auf sich sitzen und demonstrierten in den zehn Minuten vor der Pause, warum sie einen Spitzenplatz in der Tabelle belegen.

Ein Gaube-Pfostenschoss und eine Rettungstat des Küsnachter Schlussmannes retteten die hohe FCK-Führung in die Garderobe.

Herrliberger Furioso nach der Pause

Was sich vor der dem Seitenwechsel abgezeichnet hatte, trat dann auch ein. Dies nachhaltig. Die im Stolz gekränkten Gäste legten einen Zahn zu, was sich in Zahlen wie folgt auswirkte: 49. Minute Flanke an den hinteren Pfosten, wo sich Armando Cavaliere hochschraubte und einnickte, 3:1.

56. Minute Gaube-Kopfball 3:2 und nach einer Stunde griff FCK-Goalie Sven Sokolovic rustikal ins Geschehen ein mit der Folge eines Elfmeters. Diesen verwandelte Morris Gaube zu seinem 12. Saisontor. Danach musste man aus FCK-Sicht das Schlimmste befürchten, die Offensive trat in den Ausstand.

Die beiden Mannschaften, so hatte man das Gefühl, arrangierten sich aber und so blieb es beim Unentschieden bis zum Schluss, auch wenn Farah noch einen Hochkaräter auf den Latschen hatte, den Sokolovic aber bravourös entschärfte. Es war dies letztlich ein spektakuläres Remis, das aber wohl keiner Mannschaft etwas nützt.

Geteilte Gefühle nach dem Schlusspfiff

Die Stimmen nach dem Spiel: Forian Lehmann sagt: «Wie gewonnen, so zerronnen.» Der langjährige Präsident des FC Herrliberg meinte: «Wir haben es im letzten Spiel verkackt (2:3-Niederlage gegen Wald), Küsnacht während der gesamten Vorrunde.»

FCK Vincenzo Togni: «Immerhin haben wir in den letzten Spielen so etwas wie Würde gezeigt.» Für Küsnacht geht es am Samstag 6. Juni beim Tabellenletzten Beringen weiter (18 Uhr, Grafenstein), für Herrliberg gleichentags um 18.15 zuhause gegen Greifensee.

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