Küsnacht (ZH)

    Küsnacht: Nach 0:2-Rückstand – FCK stürmt in den Cup-Achtelfinal

    FC Küsnacht
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    Goldküste,

    Der Drittligist FC Küsnacht ZH hat auf dem Sportplatz Heslibach den Zweitligisten Greifensee mit 4:3 bezwungen – trotz zweier Platzverweise in der Schlussphase.

    Küsnacht
    Auch im Cup bleibt der FCK im Oktober ohne Niederlage. - zVg

    Was für eine Charakterleistung, der FCK kehrt einen 0:2-Rückstand nach 11 Minuten in einen Sieg und qualifiziert sich für die Cup 1/8-Finals!

    Im Gegensatz zu den letzten Spielen gehörten die ersten zwanzig Minuten den Gästen, obschon sich die erste Grosschance dem FCK bot. Nach fünf Minuten stand Vázquez nach einem massgeschneiderten Zuspiel halblinks alleine vor dem Tor, vermochte aber nicht zu reüssieren.

    In der Folge betrieb das Team von Gabor Gerstenmeier ein äusserst aggressives Presssing, liess die Küsnachter kaum vernünftig aufbauen und kam zu Chancen. Sinnbildlich dafür die Szene nach sieben Minuten. Ein abgewehrter Angriff, ein äusserst gefährlicher Ballverlust noch im letzten Drittel des FCK und eine starke Parade von Sokolovic der noch früheren Schaden abwenden konnte.

    Äusserst unglücklich dann das 0:1. Ein Prellball zwischen Kuzman und Togni machte aus einem Ball, der weit über das Tor gegangen wäre, eine unhaltbare Bogenlampe. Als wäre das nicht schon Unglück genug, riss ein weiteres Durchspiel der Ustermer zentral vor dem Tor ein Loch auf, welches Kuzman mit einem Sonntagsschuss ins linke hohe Eck abschloss. Ab der 25. Minute liess das kräfteraubende Pressing der Gäste nach.

    Gleichzeitig besann sich das Heimteam auf seine im Oktober gewonnenen Stärken und nach gut einer halben Stunde nutzte Vázquez seine zweite Torchance zum 1:2. Es sollte noch besser kommen. Ein schönes, schnelles Durchspiel endet mit einem Pass von Welti auf Lytovchenko, der mit einem satten Schuss zum Ausgleich traf. So konnte diese Partie in der zweiten Halbzeit ‘neu’ beginnen.

    Spektakel nach der Pause gefolgt von defensiver Meisterleistung

    Der FCK machte weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte. Die Zweikämpfe wurden mehr und mehr gewonnen, und auch wenn der eine oder andere Spieler der Gäste bei Körperkontakten theatralisch schreiend zu Boden ging und ein Foul geahndet wurde, war der FCK nun Herr im eigenen Haus.

    Selbst die sonst oft eher ruhigen FCK-Fans liessen sich nun zu Anfeuerungsrufen hinreissen und die Spieler pushten sich regelmässig nach gelungenen Aktionen mit der so wichtigen, animierenden, positiven Körpersprache. Zu noch grösseren Gefühlsausbrüchen kam es in der 56. Minute. Welti tanzte durch die Reihen, bediente Vázquez, dessen Schuss zur Seite zu Doswald prallte.

    Letzterer liess sehr raffiniert einen Gegner ins Leere laufen und setzte mit seinem halbhohen Schuss in die linke Ecke das Netz einer veritablen Belastungsprobe aus. Nun schien die Partie definitiv zu Gunsten des FCK zu kippen, obschon sich beide Teams nichts schenkten. So auch in der 65. Minute, als Vázquez einen gegnerischen Angriff nahe der Mittellinie etwas flapsig unterbrach und dafür ohne ‘Vorwarnung’ vom Platz flog.

    Dies verhinderte die Einwechslung von mehreren frischen Offensivkräften, was durchaus auf dem Menüplan der Coaches stand und wertvoll gewesen wäre. Für die, mit Nachspielzeit, letzten 30 Minuten konnten sich die FCK-Fans über eine grossartige Defensivleistung und einen Nadelstich freuen. Auf der rechten Defensivseite hatte Heggli bereits während des ganzen Spiels dicht gemacht und änderte daran gar nichts.

    In der Mitte war Perot, grossartig unterstützt von Tlili, magistral und antizipierte so manchen Pass des Gegners in die gefährliche Zone, und auf der linken Seite erstickten Togni und Welti die Bemühungen des Teams von ‘ennet’ dem Greifensee in Keime. In der Folge überschlugen sich die Ereignisse trotzdem. Holenweger, eben erst für den Torschützen und Dauerläufe Doswald eingewechselt, schloss einen überfallartigen Entlastungsangriff, Welti rannte Ball am Fuss über den halben Platz, mit dem 4:2 ab.

    Vier Minuten später musste sich Frei, bereits mit ‹Gelb› versehen, nach einem unnötigen, allerdings sehr leichten Schubser, ebenfalls vorzeitig unter die Dusche begeben, und kurze Zeit später trafen die Gäste dann noch zum Anschluss. Aber eben, die Defensive, nun mit 9 gegen 11, hielt dicht und so konnte gegen 22.10 Uhr die Qualifikation für die 1/8-Finals mit leicht alkoholischen Getränken, spendiert von den ‹Rotsündern› und einem begeisterten Fan, gefeiert werden.

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