Hombrechtikon ZH: Budget 2027 bringt Plus von 1,39 Millionen Franken
Die Gemeinde Hombrechtikon ZH rechnet für 2027 mit einem Ertragsüberschuss von 1,39 Millionen Franken. Der Steuerfuss bleibt bei 113 Prozent.

Das Budget 2027 der Gemeinde Hombrechtikon sieht bei einem unveränderten Steuerfuss von 113 Prozent einen Ertragsüberschuss von CHF 1 391'900 vor. Trotz steigender Aufwendungen insbesondere in den Bereichen Bildung und Gesundheit kann dank höherer Steuererträge und eines höheren Finanzausgleichs ein positives Budgetergebnis ausgewiesen werden.
Im Bildungsbereich wird gegenüber dem Vorjahr mit Mehrkosten von rund CHF 2 Millionen gerechnet. Darin enthalten sind unter anderem Mehrkosten von CHF 545’000 für die Schulliegenschaften und CHF 591’000 für die integrierte Sonderschulung (ISR). Zudem steigen die Lohnkosten für das kommunal und kantonal angestellte Lehrpersonal um rund CHF 743’000. Weitere Mehraufwendungen entstehen beim Schulpsychologischen Dienst (SPD) von rund CHF 73’000 sowie bei den Nettokosten für Sonderschulen von rund CHF 262’000. Gleichzeitig reduzieren sich die Kosten für andere Schulen, beispielsweise für die Kunst- und Sportschule oder das 10. Schuljahr, um rund CHF 142’000. Auch im Gesundheitsbereich ist mit höheren Ausgaben zu rechnen.
Für die Restkostenfinanzierung der Pflegeheime und der Spitex sind gegenüber dem Vorjahr rund CHF 495’000 zusätzliche Mittel budgetiert.
Das Budget 2027 basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 113 Prozent. Bei den Steuern des laufenden Jahres wird mit einer Entwicklung entsprechend dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahre gerechnet. Gegenüber dem Budget 2026 ergibt sich daraus eine Verbesserung von rund CHF 1,61 Millionen.
Davon entfallen rund CHF 364’000 auf die Steuern des laufenden Jahres und rund CHF 1,17 Millionen auf die Steuern aus Vorjahren. Die Grundstückgewinnsteuern werden wie im Vorjahr mit CHF 3,8 Millionen budgetiert. Auch der Finanzausgleich trägt wesentlich zur finanziellen Situation bei.
Für das Jahr 2027 wird mit 9’335 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie einer kantonalen durchschnittlichen relativen Steuerkraft von CHF 4’650 pro Einwohnerin bzw. Einwohner gerechnet. Daraus ergibt sich ein erwarteter Finanzausgleich von CHF 14,572 Millionen. Gegenüber dem Budget 2026 entspricht dies einer Zunahme von rund CHF 1,82 Millionen.
Die langfristig geplanten Investitionen können nicht vollständig aus den vorhandenen liquiden Mitteln finanziert werden. Für die Umsetzung sämtlicher Vorhaben wäre deshalb eine zusätzliche Fremdfinanzierung notwendig. Dies würde den Finanzhaushalt durch zusätzliche Zins- und Rückzahlungsverpflichtungen belasten.
Aus Sicht des Gemeinderats ist deshalb eine sorgfältige Priorisierung der Investitionen notwendig. Bei jedem Vorhaben ist zu prüfen, ob es zwingend erforderlich ist, welche zeitliche Dringlichkeit besteht und ob eine Umsetzung auch unter Berücksichtigung der langfristigen finanziellen Auswirkungen verantwortbar ist.
Das Budget 2027 schafft damit eine tragfähige Grundlage für das kommende Jahr. Der unveränderte Steuerfuss, das positive Budgetergebnis und die erwarteten Erträge ermöglichen es, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Gleichzeitig verlangt das hohe Investitionsvolumen eine zurückhaltende und vorausschauende Finanzpolitik.
Ziel bleibt es, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde langfristig zu erhalten und die Steuerbelastung stabil zu halten.









